Maas will illegale Autorennen "deutlich härter" bestrafen

Justizminister Heiko Maas (SPD)

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich erneut dafür ausgesprochen, die Teilnehmer illegaler Autorennen härter zu bestrafen. "Wir müssen alles tun, um diesen Irrsinn zu stoppen und die Menschen vor solchen Verrückten zu schützen", sagte Maas der Nachrichtenagentur AFP. "Das sind keine Bagatellen, wir brauchen deutlich härtere Strafen. Bloße Geldstrafen allein reichen nicht aus."

Die Justizminister der Länder beraten am Donnerstag bei ihrer Frühjahrskonferenz im pfälzischen Deidesheim über härtere Strafen für illegale Autorennen. Maas begrüßte dies. "Die Auswirkungen von Illegalen Straßenrennen sind katastrophal - auch für völlig Unbeteiligte", sagte er. Am Freitagabend war in Mönchengladbach ein Fußgänger durch einen Teilnehmer eines illegalen Autorennens getötet worden.

Der Bundestag wird aller Voraussicht nach noch in der kommenden Woche in der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause einem Gesetzentwurf zustimmen, der härte Strafen für Teilnehmer und Organisatoren illegaler Rennen vorsieht. "Angesichts der Entwicklung auf unseren Straßen halte ich es für vernünftig, wenn wir noch in dieser Legislaturperiode gesetzlich reagieren und die Strafen deutlich erhöhen", sagte Maas.

"Diese Raser-Events sind ein Hobby von Verrückten. Das ist russisches Roulette auf deutschen Straßen - nur, dass die Täter das Leben anderer aufs Spiel setzen", fügte der Justizminister hinzu. "Den Rasern sollten empfindliche Gefängnisstrafen drohen und ihr Fahrzeug sollte eingezogen werden können - und zwar nicht erst dann, wenn Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind, sondern schon vorher."