Maas setzt auf enge Zusammenarbeit mit künftiger italienischer Regierung

Bundesaußenminister Heiko Maas

Außenminister Heiko Maas (SPD) ist am Freitag mit seinem italienischen Kollegen Angelino Alfano in Rom zusammengekommen. Bei dem Gespräch soll es um bilaterale, europäische und internationale Themen gehen, etwa um die Migrationspolitik und den Syrien-Konflikt. Maas hatte zuvor betont, dass er auf eine enge Zusammenarbeit mit der künftigen italienischen Regierung setze.

"Italien ist ein zentraler Partner für den Zusammenhalt in Europa", erklärte der neue Außenminister kurz vor seinem Abflug nach Rom. "Mein Besuch ist auch ein Zeichen, dass wir Italien in Europa brauchen", sagte Maas. "Nur gemeinsam kann uns die notwendige Stärkung und Weiterentwicklung der Europäischen Union gelingen."

Auf dem Programm des Antrittsbesuchs von Maas steht auch ein Besuch im Hauptsitz der EU-Marinemission "Sophia". Zudem sind kulturelle Termine und eine Diskussionsveranstaltung mit Studenten angesetzt.

Das italienische Parlament kommt am Freitag zu seiner ersten Sitzung nach der Parlamentswahl zusammen. Die Senatoren und die Abgeordneten sollen in den konstituierenden Sitzungen die Vorsitzenden ihrer Kammern wählen.

Weder die populistische Fünf-Sterne-Bewegung noch das Bündnis der rassistischen Lega mit der Forza Italia und den Neofaschisten hatten bei der Wahl am 4. März eine absolute Mehrheit erreicht.