Maas: Neuer US-Kurs im Nahostkonflikt gibt Hoffnung

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PARIS (dpa-AFX) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Neuausrichtung der US-Politik im Nahen Osten begrüßt. Die US-Regierung von Präsident Joe Biden verfolge das Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt zwischen den Palästinensern und Israel, sagte Maas am Donnerstag in Paris. "Das gibt uns Hoffnung", so der SPD-Politiker. Gleichzeitig müsse man vorsichtig bleiben.

Maas äußerte sich im französischen Außenministerium am Rande eines Treffens mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Jordanien und Ägypten. Die Vierergruppe war im vergangenen Februar am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz gegründet worden. Seitdem haben sich die Außenminister mehrfach getroffen.

Der Berliner Ressortchef machte deutlich, es werde kurzfristig wohl schwer sein, die Konfliktparteien an einem Tisch zu versammeln. Es werde dafür Zeit brauchen. In Israel sind Parlamentswahlen am 23. März geplant, in den Palästinensischen Gebieten stehen Parlaments- und Präsidentenwahlen im Mai und Juli auf der Agenda.

Der Gastgeber des Treffens, Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian, sprach mehrfach von einer Politik der kleinen Schritte. "Wir müssen die Grundlagen für Vertrauen schaffen", sagte er.