Maas in Litauen: "Bundeswehr auch in Zukunft im Baltikum"

Deutschlands Außenminister Heiko Maas ist zu Gesprächen mit den baltischen Staaten nach Litauen gereist.

Bei dem Treffen mit seinen Amtskollegen Sven Mikser (Estland), Edgars Rinkēvičs (Lettland) und Linas Linkevičius (Litauen) im Badeort Palanga an der Ostsee versprach Maas, die Bundeswehr werde sich auch in Zukunft am Nato-Einsatz im Baltikum beteiligen. Eine Aufstockung der Mannschaftsstärke solle es aber nicht geben.

Die Stationierung der NATO-Truppen im Baltikum soll vor allem zur Abschreckung Russlands dienen. Sie wurde im Juli 2016 beschlossen als Reaktion auf die wachsenden Spannungen mit dem mächtigen Nachbarn. 1000 NATO-Streitkräfte wurden daraufhin in die drei baltischen Staaten und nach Polen entsendet, darunter etwa 450 Bundeswehrsoldaten zum (auf den) litauischen Stützpunkt Rukla. Zudem beteiligt sich die Bundeswehr regelmäßig mit Eurofightern an der Luftraumüberwachung und werde dies auch weiterhin tun, wie Maas bestätigte.

Gerade die Luftabwehr sehen die Minister der drei baltischen Staaten als Schwachstelle in ihrer Verteidigung und wünschen sich dabei deshalb Unterstützung.

Das Treffen der drei Baltenstaaten und Deutschland findet seit 1996 jährlich statt.