"Das Maß war voll": Eberl rechtfertigt Fan-Kritik

Kerry Hau
Max Eberl ist seit 2008 Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach

Max Eberl hat seine scharfe Kritik an den Fans von Borussia Mönchengladbach nach dem Spiel gegen den Hamburger SV (3:1) gerechtfertigt. 

"Von der Kritik gehe ich keinen Millimeter weg. Das Maß war voll. Ich bin einfach mit Herz und Seele dabei - und wenn dieses Herz und diese Seele getroffen werden, dann reagiere ich auch mal", sagte Gladbachs Sportdirektor im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1.

Allerdings betonte Eberl, bei seinem Wut-Auftritt "nicht das beste Vokabular" an den Tag gelegt zu haben: "Das war kein Ruhmesblatt."


Eberl hatte am Freitag über die Pfiffe einiger Gladbach-Anhänger nach einem Rückpass des 18 Jahre alten Mikael Cuisance geschimpft.

"Solche Arschlöcher. Diese Fans - so ein Scheißdreck! Ich finde es eine bodenlose Frechheit, dass es Pfiffe gibt, wenn wir einen Rückpass spielen. Dafür habe ich kein Verständnis. Es geht mir so auf den Sack. Dann sollen sie zu Bayern München oder PSG gehen", so die Worte des 44-Jährigen.

"Wird nur noch in Schwarz und in Weiß gesehen"

Im CHECK24 Doppelpass betonte Eberl, nicht die treuen und langjährigen Gladbach-Anhänger gemeint zu haben: "Das waren keine Fans, sondern Zuschauer, die mal dazu kommen, weil wir in den letzten Jahren ganz guten Fußball gespielt zu haben."

Man dürfe nicht vergessen, so Eberl, "dass wir 15 Jahre im Nirwana der Bundesliga und 2. Liga gespielt haben." Es dürfe "keine Selbstverständlichkeit" sein, dass der Klub jedes Jahr international vertreten sei. 


"Es wird noch nur in Schwarz und in Weiß gesehen. Ich habe kein Problem mit Kritik. Aber für mich war das, was gegen den HSV passiert ist, völlig überzogen. In der Bundesliga gibt es keine Selbstläufer mehr."

Gladbach überwintert mit 28 Punkten auf Platz fünf der Bundesliga. Bayer Leverkusen könnte am Sonntag aber noch mit einem Remis oder einem Sieg gegen Hannover 96 (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) an den "Fohlen" vorbeiziehen.