Münchner IDNow übernimmt französischen Konkurrenten

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Felix Haas hat IDNow 2014 mitgegründet, sein Startup aber vor zwei Jahren verlassen.
Felix Haas hat IDNow 2014 mitgegründet, sein Startup aber vor zwei Jahren verlassen.

IDNow geht weiter auf Einkaufstour: Der Münchner Anbieter von Identifizierungslösungen hat das französische Unternehmen Ariadnext erworben. Das ist die dritte Übernahme binnen eines Jahres. Ariadnext besteht seit 2010 und stellt ebenfalls Software her, mit der sich Nutzer identifizieren können. Das geht etwa per digitaler Unterschrift oder als Live-Video.

Wie viel die Münchner um Gründer Felix Haas für das französische Unternehmen bezahlt haben, darüber wurde Stillschweigen vereinbart. Techcrunch beruft sich auf Quellen und berichtet von 50 Millionen Euro. Mit der Übernahme kommen aber nicht nur 125 neue Mitarbeiter an Bord, auch wichtige Kunden wie die Banken Société Générale und Crédit Mutuel sowie der französische Mobilfunkanbieter Bouygues Telecom.

Dreifaches Umsatzwachstum dank Corona-Pandemie

Laut Crunchbase hat Ariadnext bislang nur eine Seed-Runde kurz nach der Gründung 2010 abgeschlossen und dabei rund 1,3 Millionen Euro eingesammelt. IDNow hat erst im Dezember eine Wachstumsfinanzierung von der Europäischen Investitionsbank über 15 Millionen Euro erhalten.

Beide Firmen haben stark von der Corona-Pandemie profitiert. Die Nachfrage der Ariadnext-Dienstleistung habe sich in den vergangenen Jahren stets verdoppelt, heißt es. Die Münchner erwarten 2021 ein dreifaches Umsatzwachstum im Vergleich zu 2019. Laut der Bilanz von 2019 hat das Saas-Startup einen Fehlbetrag von mehr als 7,7 Millionen Euro geschrieben.

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