Müller und Hummels nach Bayern-Sieg angefressen

Martin Volkmar, Stefan Kumberger, Matthias Schreiber
Mats Hummels (re.) und Teamkollege Thomas Müller waren nach dem Sieg der Bayern gegen Paris nicht allzu bester Laune

Dem FC Bayern gelingt beim 3:1 gegen das Starensemble von Paris Saint-Germain die erfolgreiche Revanche für die schmerzhafte 0:3-Pleite im Hinspiel - dennoch war längst nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen beim Rekordmeister nach Spielschluss.

Zum einen gab es da Thomas Müller, dem immer noch der öffentliche Umgang mit der Pleite in der französischen Hauptstadt sauer aufstieß.


Müller: "Da sollte man runter vom Gas"

"Nach dem 3:0 wurde so getan, als ob Paris einen Zaubertrank hätte. Da sollte man ein bisschen runter vom Gas, wenn es darum geht, andere Mannschaften so hochzujubeln," mahnte der 28-jährige Weltmeister in der Mixed Zone an.

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Er habe zudem in den 90 Minuten zuvor "nicht das Gefühl gehabt, dass hier eine Mannschaft überlegen war."

Auf den Gruppensieg - die Münchner hätten am Ende ein 5:1 gebraucht - hatten es die Bayern am Ende nicht mehr abgesehen, wie Müller zugab:

"Man war auf dem Platz etwas hin- und hergerissen, ob wir am Ende noch mehr Risiko gehen sollten. Dann hätte der Gegner aber wieder mehr Räume gehabt, aber die Vorgabe was das Spiel zu gewinnen. Dann haben wir uns vielleicht innerlich dazu entschieden und davon können wir uns jetzt nichts kaufen."


Hummels rauscht kommentarlos ab

Ob genau dieser Sachverhalt auch die Laune von Teamkollege Mats Hummels negativ beeinflusste?

Bayerns Abwehrchef unterhielt sich nach Spielende auf dem Feld noch angeregt mit Co-Trainer Peter Hermann, eher der 28-Jährige in die Kabine abrauschte. Anschließend war ein sichtlich angefressener Hummels zu keiner ausführlicheren Stellungnahme bereit, antwortete lediglich auf die Frage, auf wen oder was er sauer sei: "Auf niemanden."

Sein Trainer Jupp Heynckes konnte am Sky-Mikrofon auch nur spekulieren, was mit dem Weltmeister los war: "Vielleicht wollte er noch das 4:1 oder 5:1 machen..."