Müller dankt vor letztem Air-Berlin-Flug Airline und Mitarbeitern

Air-Berlin-Maschine in München

Vor dem geplanten letzten Air-Berlin-Flug hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Fluggesellschaft mit wehmütigen Worten gewürdigt. Das Ende von Air Berlin markiere einen "tiefen Einschnitt im Berliner Luftverkehr", erklärte Müller am Donnerstag. Für viele Bürger stehe der Ferienflieger für "unvergessliche Urlaubstage". Am Freitagabend findet der letzte Flug unter dem Code von Air Berlin statt.

Das Unternehmen sei ein "sympathischer Botschafter" Berlins gewesen und habe den Tourismussektor angetrieben, erklärte Müller weiter. Er dankte vor diesem Hintergrund den Mitarbeitern der Airline für ihre jahrelange Arbeit. Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet und soll zu großen Teilen von der Lufthansa übernommen werden. Da am Mittwoch allerdings Verhandlungen über eine große Transfergesellschaft zwischen Bund und beteiligten Ländern gescheitert waren, droht nun tausenden Air-Berlin-Angestellten die baldige Kündigung.

Der Senat werden den Betroffenen dabei helfen, "neue berufliche Chancen zu ermöglichen", versprach Müller. Auch die beteiligten Unternehmen würden an ihre Verantwortung erinnert. Möglich ist noch eine kleine Transfergesellschaft für die Mitarbeiter am Boden unter Beteiligung von Berlin. Dafür könnte das Bundesland bis zu zehn Millionen Euro bereitstellen.

Wie die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, will das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg in der kommenden Woche das Insolvenzverfahren eröffnen. Geplant ist demnach Mittwoch, der 1. November. Im Januar solle dann voraussichtlich eine erste Gläubigerversammlung folgen.