Im Popstar-Outfit: Zverev quält sich durch

Alexander Zverev hatte bei seinem Auftaktmatch in Flushing Meadows mehr Mühe als erwartet

Alexander Zverev hat sich in einer arbeitsreichen Nachtschicht in die zweite Runde der US Open (täglich im LIVETICKER) gequält.

Der in New York mit vielen Vorschusslorbeeren gestartete Hamburger musste beim 7:6 (11:9), 7:5, 6:4 in 2:50 Stunden gegen den Qualifikanten Darian King (Barbados) zwei Satzbälle im Tiebreak des ersten Durchgangs abwehren.

"Er hat richtig gut gespielt, und ich konnte meinen Rhythmus nicht finden. Es war wichtig, den ersten Satz zu gewinnen", sagte Zverev. Sein Bruder Mischa Zverev hatte zuvor sein erstes Match ebenfalls in einem Kraftakt für sich entschieden. 

King phasenweise brilliant

Um 2:03 Uhr am Dienstagmorgen Ortszeit verwandelte der an Position vier gesetzte Alexander Zverev seinen ersten Matchball mit einem Überkopfball. Das Duell mit dem Weltranglisten-168. von der Karibikinsel hatte eine gute halbe Stunde vor Mitternacht begonnen.

Und der teilweise brillant aufspielende King verlangte Zverev, der nun am Mittwoch auf den gleichaltrigen Borna Coric (Kroatien) trifft, zur späten Stunde alles ab. Selbst eine 5:3-Führung im ersten Durchgang konnte Zverev im Arthur-Ashe-Stadium nicht nutzen. Der Auftaktsatz dauerte alleine 81 Minuten.


Pharell Williams entwirft Outfit

Sein Night-Session-Debüt in Flushing Meadows hatte sich der 20-Jährige sicher einfacher vorgestellt. "Die Atmosphäre war aber toll, obwohl es so spät und eigentlich Zeit war, ins Bett zu gehen", meinte er.

In Zverevs Box nahm neben seinem Trainerteam auch der US-amerikanische Musikstar Pharell Williams Platz. Der Hintergrund: Williams hatte das extravagante Nadelstreifen-Outfit des Shootingstars mit kniehohen Strümpfen entworfen.

Dank seiner jüngsten Turniersiege in Montreal und Washington hatte sich Zverev in den Favoritenkreis der US Open gespielt.

Damit nahmen am ersten Turniertag vier von acht deutschen Profis ihre Auftakthürden. Am Dienstag bestreiten neun weitere ihre Erstrundenpartien beim mit 50,4 Millionen Dollar dotierten Hartplatzevent - darunter Titelverteidigerin Angelique Kerber (Nr. 6).