Möglicher Terrorangriff: So trainiert die Polizei für einen Biowaffen-Anschlag

Polizisten und Feuerwehrleute übten am Mittwoch für einen Anschlag mit Biowaffen.

Einmalig in Deutschland und Europa sei diese gemeinsame Anti-Terror-Übung "Wunderbaum", hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) verkündet. Die Berliner Polizei, Gesundheitsämter und die Seuchenexperten des Robert-Koch-Instituts probten am Mittwoch den Ernstfall eines Anschlages mit Biowaffen.

Bei dem Testlauf auf dem Übungsgelände der Polizei in Ruhleben waren an insgesamt drei Tagen über 300 Personen beteiligt, so auch das Spezialeinsatzkommando GSG9 und die Feuerwehr. Im Vordergrund des Testlaufes stand, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden zu testen und auszubauen.

Es herrschte Endzeitstmmung

Am Mittwoch stampften Dutzende schwer bewaffnete Polizeibeamte und Feuerwehrmänner in Schutzanzügen durch das Waldstück in Ruhleben. Ein oranges Dekontaminationszelt der Feuerwehr wurde zwischen zwei Betonruinen aufgebaut. Es herrschte Endzeitstimmung.

Das Szenario, dass die Einsatzkräfte erwartete, war ein Anschlag mit Biowaffen: Bei der Leichtathletik-Veranstaltung Istaf wurden in einer Ausstellung über muslimische Sportler Erreger der Lungenpest und das hochgiftige Nervengas Rizin freigesetzt. 200 Menschen, so die Ausgangssituation für die Einsatzkräfte, seien infiziert und drei bereits verstorben. Die Aufgabe während der dreitägigen Übung bestand darin, alle Infizierten zu finden und zu versorgen sowie die Täter zu ermitteln und festzunehmen.

Geisel: Aktuell keine konkrete Gefahr

Vor Ort waren auch Polizeipräsident Klaus Kandt, Gesundheits...

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