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Möglicher russischer Strategiewechsel in Bachmut: Doch keine Einkesselung?

Russland hat seine Bemühungen, Bachmut zu umzingeln, scheinbar vorübergehend zurückgeschraubt und könnte nun versuchen, die ukrainischen Streitkräfte zum Rückzug zu drängen.

Einkesselung Bachmuts könnte Russland teuer zu stehen kommen

Russland hat die Offensivoperationen in den nördlichen Vororten Bachmuts in den letzten Wochen intensiviert und territoriale Gewinne erzielt.

Die doppelte Einkreisung Bachmuts würde wohl weitere Truppen und Ausrüstung erfordern. Russland könnte beabsichtigen, diese bevorstehenden Kosten zu vermeiden.

Die russischen Streitkräfte müssten wohl sowohl Khromove als auch Ivanivske einnehmen, um die ukrainische Bodenkommunikationslinie nach Bachmut abzuschneiden und die Stadt komplett zu umzingeln.

Russland könnte einen Rückzug erzwingen wollen

Sie sind jedoch nicht näher an die Autobahn zwischen Bachmut und Tschassiw Jar vorgerückt.

Das Institute for the Study of War vermutet, dass Russland die ukrainischen Streitkräfte zu einem Rückzug über diese Autobahn drängen will, weshalb die Bemühungen, die Stadt durch die Eroberung von Ivanivske einzukesseln, heruntergefahren wurden.

Das Institute for the Study of War suggeriert, dass die Ukraine einen potenziellen Rückzug aus Bachmut prüft. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass die ukrainischen Truppen vorhaben, die Stadt zu verlassen.

Strategischer Sieg in Bachmut für die Ukraine?

In der Vergangenheit hat das ISW die ukrainische Verteidiung Bachmuts bereits als strategisch kluge Operation bewertet, die russischen Streitkräfte zu kostspieligen Angriffen auf eine Stadt mit begrenzter operativer Bedeutung zu zwingen. Und der Think Tank ist der Meinung, dass die Ukraine dieses Ziel bereits erreicht hat.