Märkte reagieren verhalten auf Scheitern der Jamaika-Verhandlungen

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der politische Schock nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen hat sich am Montag nur begrenzt auf die Finanzmärkte übertragen. In einer ersten Reaktion ging es mit dem Euro in der vergangenen Nacht etwa ein halbes Prozent abwärts. Der Kurs der Gemeinschaftswährung rutschte bis auf 1,1722 US-Dollar. Eine ähnlich verhaltene Reaktion zeigte sich zunächst auch im Handel mit Bundesanleihen, während der Deutsche Aktienindex Dax am Morgen ebenfalls nur mit moderaten Verlusten den Handel eröffnete.

Der Euro konnte sich am Morgen schnell wieder von den ersten Verlusten erholen. Zuletzt wurde er im Vergleich zu Freitagabend kaum verändert bei 1,1778 Dollar gehandelt. Ein Stück weit profitieren konnten deutsche Staatsanleihen, die am Markt als sicherer Anlagehafen geschätzt werden. Am Morgen stieg der richtungweisende Euro-Bund-Future allerdings nur vergleichsweise leicht um 0,10 Prozent auf 163,01 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank im Gegenzug moderat auf 0,35 Prozent.

Überschaubar blieb auch die Reaktion am Frankfurter Aktienmarkt. Der DAX ging zwar mit einem Minus von 0,51 Prozent auf 12 927,74 Punkte in den Handel, er konnte die Verluste aber zum Teil schnell wieder etwas wettmachen. Zu den größeren Gewinnern am Markt zählten Aktien der großen deutschen Stromversorger: Papiere von RWE legten um 3,78 Prozent auf 20,18 Euro zu und die von Eon um 0,34 Prozent auf 9,81 Euro. Bei RWE gab es aber auch einen positiven Analystenkommentar und Spekulationen um die Ökostromtochter Innogy , die die Aktie zusätzlich antrieben.