Peinliche Vorstellung: Hertha steht vor dem Aus in der Europa League

Das Dardai-Team ist in der Europa League nach der Pleite gegen Lugansk Gruppenletzter. Das Selke-Tor reichte nicht.

Lwiw.  Valentino Lazaro hatte es ­eilig. Um ihn herum bildeten die Spieler von Sorja Lugansk eine weiße Jubeltraube, da lief Herthas Angreifer mit dem Ball im Arm in Richtung Mittel­linie. Schnell, schnell – schließlich blieben den Berlinern nach dem erneuten Rückstand nicht mehr viele Minuten. Tatsächlich sollte es nichts mehr werden. Hertha verlor 1:2 (0:1) gegen Sorja Lugansk. Damit droht dem Bundes­ligisten das Aus in der Europa League. Da in der Parallelpartie Östersund und Bilbao 2:2 spielten, ist Hertha mit nur einem Punkt Letzter der Gruppe J.

Startelf-Debüt für Arne Maier

"Bis zum 1:1 war es ein ausgeglichenes Spiel", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai. "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, dann das Gegentor bekommen. Wenn du Gruppenletzter bist, bist du das nicht umsonst."

Dass die Europa League aufgrund der mäßigen Punktausbeute in der Bundesliga dieser Tage nicht die allergrößte Priorität genießt, ließ sich an der Aufstellung erkennen. Im Mittelfeld durfte Arne Maier sein Startelfdebüt für Hertha geben. Es war erstaunlich, wie unaufgeregt und sachlich der 18-Jährige diese Aufgabe erfüllte. Maier gewann und behauptete viele Bälle, spielte kaum Fehlpässe. Ebenfalls sein Startelfdebüt gab Davie Selke, der wie Valentino Lazaro und Alexander ­Esswein neu in die Mannschaft kamen.

Hertha hatte wie erwartet mehr Ballbesitz, Lugansk stand tief und war erst einmal darauf bedacht, ein frühes Gegentor zu verhindern. Die Berliner kamen mit der Rolle als agierendes Team zunächst gut zurec...

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