Lufthansa-Tochter Eurowings nimmt Frankfurt noch nicht ins Visier

dpa-AFX

FRANKFURT/KÖLN/BONN (dpa-AFX) - Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings nimmt trotz der ersten Einigung im Streit mit dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport noch keinen Kurs auf Deutschlands größten Airport. "Im Moment ist es für uns kein Thema, nach Frankfurt zu gehen", sagte Eurowings-Geschäftsführer Oliver Wagner am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. "Wir fokussieren uns derzeit eher auf andere Flughäfen."

Fraport und Lufthansa hatten seit vergangenem Herbst heftig über neue Gebührenrabatte für neue Strecken gestritten, mit denen der Flughafenbetreiber vor allem den irischen Billigflieger Ryanair als neuen Kunden gewinnen konnte. Zuletzt näherten sich Lufthansa und Fraport aber wieder an. So würde auch Eurowings 2018 bei Flügen ab Frankfurt von solchen Gebührennachlässen profitieren. Die Lufthansa-Tochter hatte sich aber bisher nicht festgelegt, ob sie in diesem Fall Frankfurt anfliegen wird. Der Airport gilt für die Airlines als teuerster Flughafen Deutschlands.