Es kann der Lufthansa schaden, wenn sie noch mächtiger wird

John Stanley Hunter

 

Lufthansa

Trotz harter Kritik aus der Wirtschaft will die Bundesregierung offenbar an den Übernahmeplänen der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin durch die Lufthansa festhalten.

Ökonomen warnen die Politik jedoch davor, einen „nationalen Champion“ für die deutsche Wirtschaft zu schaffen. Das Konzept eines staatlich geförderten Großkonzerns, wie es die Lufthansa jetzt mit Hilfe der Bundesregierung werden könnte, sei bislang immer gescheitert. „Wer wie Deutschland mit Erfolg auf internationale Arbeitsteilung setzt, sollte nicht die Idee der nationalen Champions verfolgen“, zitiert die „Welt am Sonntag“ den Wirtschaftsweisen Lars Feld. 

Die staatliche Sonderbehandlung führe dazu, dass die geförderten Unternehmen die Schutzräume ausnutzen würden und dabei „fett und faul“ werden würden, warnt der Experte. „Alle Erfahrungen zeigen, dass die Förderung nationaler Champions der Wirtschaft mehr schadet als nutzt“, sagte er dem Blatt am Wochenende.

Lindner, Wöhrl, Ryanair: Kritik aus der Wirtschaft

Politiker und Wirtschaftsvertreter stehen der Rolle der Bundesregierung beim Insolvenzverfahren von Air Berlin skeptisch gegenüber. So kritisierte FDP-Chef Christian Lindner die zugesicherte Staatshilfe für die angeschlagene Airline im Gespräch mit Business Insider. Der 150-Millionen-Euro-Kredit „hätte verhindert werden können, wenn die Bundesregierung frühzeitig mit dem Anteilseigner Etihad gesprochen hätte“, sagte Lindner. Etihad sei eine „Staatsairline“, auf die man „auf diplomatischem Weg hätte einwirken können.“

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