Lufthansa baut Pilotenausbildung um und verärgert damit Gewerkschaft VC

·Lesedauer: 1 Min.
Lufthansa-Maschine in Frankfurt

Die Lufthansa richtet die Ausbildung ihrer Piloten und Pilotinnen neu aus und nutzt daher künftig die Flugschule in Bremen nur noch für die Theorie. Das Unternehmen sprach am Mittwoch von einer "grundlegenden Modernisierung" des Ausbildungskonzepts an den eigenen Flugschulen und erklärte, die theoretische Ausbildung werde am Standort Bremen konzentriert. Der praktische Teil wiederum werde in Rostock-Laage zusammengeführt.

Die Lufthansa begründete den Umbau mit der Corona-Krise und der damit verbundenen "größten Krise der weltweiten Luftfahrt". Daher müsse der Konzern "alles auf den Prüfstand stellen" - auch das Ausbildungskonzept für Piloten.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) verurteilte das "Ende der praktischen Pilotenausbildung" in Bremen hingegen scharf und sprach von einem "Schlag ins Gesicht" für alle dort Beschäftigten. Der Konzern erleide damit einen Qualitäts- und Kompetenzverlust, warnte die VC. Die aktuelle Krise nutze die Lufthansa dabei als "Vorwand", um einen "Frontalangriff auf Tarif-Arbeitsplätze" zu starten, indem die praktische Ausbildung auf einen bislang untarifierten Standort verlegt werde.

hcy/cne