Lufthansa nach dem Aus von Air Berlin: Gewinnmaschine läuft auf Hochtouren

Thorsten Küfner
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Lufthansa nach dem Aus von Air Berlin: Gewinnmaschine läuft auf Hochtouren

Es war klar, dass die Pleite der zweitgrößten deutschen Fluglinie dem Branchenkrösus Lufthansa voll in die Karten spielen würde. Doch die Folgen für die Kranich-Airline überraschen selbst viele Experten. Ein Manager eines Wettbewerbers rechnet vor, dass die Lufthansa nun pro Monat 100 Millionen Euro mehr Gewinn macht.

So profitiert die Lufthansa zum einen von den höheren Preisen, die man nun vor allem auf innerdeutschen Strecken verlangen kann. Zum anderen natürlich davon, dass man nun zum Beispiel von Frankfurt nach Berlin in etwa die doppelte Menge an Passagieren befördern kann.

Allerdings dürfte es spannend werden, ob und in welcher Form die Kartellbehörden den ausgehandelten Deal zwischen Lufthansa und Air Berlin durchwinken. Ein wichtiges Datum hierbei ist der 7. Dezember.

Gewinnprognosen steigen und steigen
Die Analysten kommen indes weiterhin fast gar nicht mehr hinterher, die Gewinnprognosen für die Kranich-Airline anzupassen. Zum Vergleich: Während die durchschnittlichen Prognosen für den Gewinn pro Aktie zu Jahresbeginn noch bei 1,70 Euro je Aktie gelegen waren, sind es nun 4,40 Euro pro Anteilschein (beziehungsweise knapp 2,2 Milliarden Euro)! Für das kommende Jahr kletterten die Schätzungen von 1,60 auf 4,20 Euro je Aktie.

 

Die Perspektiven für die Lifthansa bleiben gut, die Bewertung ist mit einem KGV von 7 immer noch günstig und das Chartbild weiterhin sehr stark. Zwar besteht zweifellos immer wieder die Gefahr von deutlichen Korrekturen im Zuge von Gewinnmitnahmen, dennoch können mutige Anleger hier weiterhin zugreifen. Der Stopp sollte bei 21,00 Euro belassen werden.

Bei welchen weiteren Aktien sich gerade jetzt der Einstieg lohnt, erfahren Sie indes in der Titelstory der aktuellen Ausgabe 47/2017.