Luftfilter: Umweltbundesamt nicht grundsätzlich gegen mobile Geräte

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BERLIN (dpa-AFX) - Das Umweltbundesamt hat seine Bewertung zu mobilen Luftfiltergeräten in Schulen konkretisiert. "Natürlich helfen mobile Luftfilter gegen Viren - wenn es sich um geprüfte Geräte handelt und sie richtig im Klassenraum aufgestellt sind", sagte Heinz-Jörn Moriske, Geschäftsführer der Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes (UBA) dem "Handelsblatt". "Das Aufstellen und Einrichten sollte aber von Fachleuten gemacht werden. Es macht keinen Sinn, wenn Eltern ungeprüfte Geräte im Baumarkt kaufen und willkürlich im Raum verteilen."

In einer Handreichung für die Schulen, auf die sich einige Kultusministerien bisher berufen, hatte das Amt über mobile Luftfilter geschrieben, diese seien nicht als Ersatz, "sondern als Ergänzung zum aktiven Lüften geeignet, da mit ihnen keine Raumluft gegen Außenluft ausgetauscht wird." Moriske wies die Behauptung zurück, das UBA habe damit vom Einsatz mobiler Luftfilter abgeraten.

Der Streit über Luftreiniger ist mit Blick auf das kommende Schuljahr wieder hochgekocht. Bildungsgewerkschaften, Lehrerverbände und verschiedene Politiker fordern, die Sommerzeit zu nutzen, um in Luftfilteranlagen zu investieren, damit es nicht wieder zu Schulschließungen kommt. Einige Länder investieren, andere nicht, manche verweisen auf die Kommunen, die als Träger für ihre Schulen selbst zuständig sind.

Allerdings geht in der Diskussion vieles durcheinander: Der Nutzen fest installierter Luftreinigungsanlagen, die aufwendiger einzubauen sind, ist nicht umstritten. Bei mobilen Geräten ist die Lage nicht so klar. In einer Leitlinie für den Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen hatten medizinische Fachgesellschaften, Robert Koch-Institut, Bildungs- und Kinderschutzverbände weder eine klare Empfehlung dafür noch dagegen ausgesprochen.

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