LSDV: Fifa muss Versprechen für Menschenrechte einlösen

LSDV: Fifa muss Versprechen für Menschenrechte einlösen

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat den Fußball-Weltverband FIFA vor dem Start der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) aufgefordert, sich für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen und Diskriminierung auch aufgrund der sexuellen Orientierung zu bekämpfen. Die FIFA müsse unmissverständlich klar machen, "dass die von ihr verabschiedeten Richtlinien für Menschenrechte nicht nur Augenwischerei und heiße Luft sind", sagte Christian Rudolph, LSVD-Bundesvorstand.
Der Weltverband müsse deshalb auch "hinter allen Fans und Spielern stehen", so Rudolph weiter, "die sich während der WM für die Menschenrechte stark machen und etwa mit einer Regenbogenflagge oder ähnlichen Statements in Fußballstadien Solidarität mit russischen Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen zeigen".
Auch die deutsche Politik und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) "sollten die FIFA an ihre Versprechen erinnern und deren Umsetzung einfordern", betonte Rudolph. Es gelte, "nicht nur schöne Bilder zu produzieren, sondern auch hinter die Fassaden zu schauen und etwa auf Aufklärung über die brutale Verfolgung und Ermordung von homosexuellen und transgeschlechtlichen Menschen in Tschetschenien zu dringen".