Lourenço und Regierungspartei gewinnen Wahlen in Angola

Luanda (dpa) - In Angola ist Präsident João Lourenço im Amt bestätigt worden. Die Regierungspartei MPLA gewann die Abstimmung in dem Land im Südwesten Afrikas vom 24. August mit 51,7 Prozent, teilte die Wahlkommission mit. Die Partei erhält damit 124 der 220 Sitze im Parlament.

Der Wahlsieg der MPLA bedeutet automatisch eine zweite, fünfjährige Amtszeit für den 68-jährigen Lourenço. In dem ölreichen Land bestimmt die Partei, die eine einfache Mehrheit gewinnt, das Staatsoberhaupt.

Die größte Oppositionspartei Unita mit ihrem Vorsitzendem Adalberto Costa Júnior, der bei den Wahlen gute Chancen eingeräumt worden waren, folgte mit 44,5 Prozent und erhielt 90 Parlamentssitze. Als das Ergebnis verkündet wurde, waren 97,3 Prozent der Stimmen ausgezählt.

Lourenço und seine MPLA versprechen Wirtschaftsreformen, Investitionen in den Gesundheitssektor sowie ein Ende der weit verbreiteten Korruption. Bislang ist die Wirtschaft der ehemaligen portugiesischen Kolonie vor allem auf Öl fokussiert; von den Gewinnen profitiert jedoch nur eine kleine Schicht der Gesellschaft. Nach Angaben der Weltbank leben gut 56 Prozent der Bevölkerung in Armut.