Lotto-Gewinn von 11,3 Millionen kurz vor dem Verfall

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Mehr als drei Jahre ist es her, dass jemand im Raum Stuttgart das ganz große Glück hatte. Ausgerechnet am 1. April 2017 gewann er oder sie bei der Lotto-Ziehung 11,3 Millionen Euro. Da sich bis heute aber niemand mit dem richtigen Los gemeldet hat, könnte die Summe heute Nacht um Punkt 24 Uhr zurück in den Lottotopf wandern.

Der größte Glückspilz könnte zugleich ein Pechvogel sein: In wenigen Stunden verfällt ein Lottogewinn in Höhe von über 11 Millionen Euro. (Bild: Getty Images)
Der größte Glückspilz könnte zugleich ein Pechvogel sein: In wenigen Stunden verfällt ein Lottogewinn in Höhe von über 11 Millionen Euro. (Bild: Getty Images)

Die Zahlen 5, 8, 9, 18, 22 und 36 samt übereinstimmender Superzahl könnten das Leben einer unbekannten Person komplett auf den Kopf stellen. Vorausgesetzt, er oder sie ist noch im Besitz der gültigen Spielquittung und kommt nach fast vier Jahren endlich in die Puschen.

Um Punkt 24 Uhr ist die Chance vorbei

Bis Mitternacht hat der oder die Gewinnerin noch Zeit, den Gewinn von 11,3 Millionen Euro, der komplett steuerfrei ist, noch anzumelden. Danach wandert er laut einem Sprecher der Staatlichen Toto-Lotto GmbH in Stuttgart in einen Topf für Sonderauslosungen und ist für den ursprünglichen Glückspilz verloren, wie der Sprecher gegenüber der "Bild"-Zeitung sagte. Bekannt ist nur, dass der Gewinnerschein mit den am 1. April 2017 gezogenen Zahlen im Raum Reutlingen abgegeben worden ist.

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Schon einmal sind 8,4 Millionen Euro verfallen

Dass Lottogewinne in dieser Größenordnung nicht angemeldet werden und verfallen, ist eine klare Ausnahme. In Deutschland geht der bislang wohl krasseste Fall auf das Jahr 2010 zurück. Nach der Lottoziehung am 22. September hätte eine aus Münster stammende Person Anspruch auf 8,4 Millionen Euro gehabt, meldete sich aber ebenfalls nie.

Warum?

Die Frage nach dem Warum ist für die Fantasie nicht weniger anregend als die danach, was man selbst mit so einem Batzen Geld anfangen würde. Im schlimmsten Fall ist der Besitzer des Lottoscheins verstorben und hat wahrscheinlich nicht einmal mitbekommen, dass er mit seinen Zahlen richtiglag. Doch auch die Möglichkeit, dass jemand weiß, dass er theoretisch reich geworden ist, aber auch nach verzweifelter Suche einfach die Spielquittung nicht mehr finden kann und die ganze Sache aus Scham verschweigt, ist alles andere als angenehm.

Das Phänomen der nicht eingelöstem Mega-Gewinne gibt es natürlich weltweit. Laut "Bild" könnte es alleine in den Vereinigten Staaten von Amerika 167 Lotto-Millionäre mehr geben. Die Summe, die bis 2017 von diversen Gewinnern nicht eingelöst wurde, beträgt umgerechnet satte 2,35 Milliarden Euro.

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