Lotst Conte Alaba nach Italien?

Florian Plettenberg

"Ich bin zuversichtlich, dass wir mit allen drei in absehbarer Zeit verlängern können", sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer im kicker und meinte damit explizit Kapitän Manuel Neuer, Thiago und David Alaba.

Bekanntermaßen laufen die Verträge der Leistungsträger allesamt 2021 aus. Während bei Thiago in dieser Woche Vollzug erwartet wird und die Weichen bei Neuer ebenfalls Richtung Verlängerung gestellt sind, ist eine Prognose bei Alaba noch immer völlig offen.  


Conte ist Alaba-Fan

Der FC Barcelona ist am Österreicher mehr als nur interessiert. Englische und italienische Topklubs haben bei Alaba-Berater Pini Zahavi auch ihr Interesse hinterlegt.

Ein Alaba-Interessent ist nach SPORT1-Informationen Inter Mailand. Das liegt vor allem an Trainer Antonio Conte, der hinter dem 27 Jahre alten Defensiv-Allrounder bereits während seiner Amtszeit beim FC Chelsea (2016-2018) her war und noch immer ein großer Fan des Linksfußes ist. 

Lotst Conte Alaba nach Italien? 

Umdenken bei Alaba

Vor dem Ausbruch der Corona-Krise stand für Alaba und sein Management fest, dass es ihn im Falle eines möglichen Wechsels nach Spanien zieht. Aus Alabas nahem Umfeld ist nun zu hören, dass die Corona-Pause bei Alaba und seinem Management zum Umdenken geführt hat, ein Wechsel nach England und Italien möglich, wenn auch unwahrscheinlich ist.

Sollte Alaba überhaupt wechseln, kommt für ihn allerdings nur ein Klub infrage, der die Champions League gewinnen kann. Ob die Nerazzurri die nächsten Jahre dazu in der Lage ist?


Den letzten Meistertitel holte Inter in der Saison 2009/10, im gleichen Jahr gewann man unter Trainer José Mourinho letztmals den Titel in der Königsklasse. Aktuell stehen die Italiener im Achtelfinale der Europa League gegen Spanien-Klub Getafe.

In der Serie A liegt Inter mit einem Spiel Rückstand acht Punkte hinter Lazio Rom auf Platz 3. Die Liga soll fortgeführt werden, Inter ist zumindest auf Kurs Richtung Qualifikation zur Champions League. Diese gewann wiederum Conte einmal in seiner Karriere, in der Saison 1995/96 als Spieler von Juventus Turin.  

Alaba vermisst angemessenes Vertragsangebot

Zahavi steht berufsbedingt mit vielen Top-Klubs in Verbindung, führt mit dem FC Bayern derzeit allerdings keine konkreten Gespräche. Verhandlungen sollen erst fortgeführt werden, sofern es wieder möglich, dass der Israeli nach München reisen kann.

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Hansi Flick legt sich indes für eine Vertragsverlängerung Alabas ins Zeug. Der österreichische Nationalspieler ist nicht nur ein wichtiger Spieler für ihn, er ist sein verlängerter Arm in der Defensive, bezeichnete ihn nicht umsonst als "Abwehrboss". 

Alaba ist Führungsspieler und Leistungsträger, weshalb er entsprechend entlohnt werden möchte. Noch scheint für ihn aber kein angemessenes Vertragsangebot auf dem Tisch gelegen zu haben, zumindest nicht aus Sicht seines Managements. Das erste Angebot an ihn, welches er bereits vor Wochen erhielt, wurde abgelehnt.

Für Alaba, so ist es zu hören, gibt es nur zwei Optionen: Ein langfristiger Verbleib bei den Münchnern, für die das Eigengewächs im März 2010 in der Bundesliga debütierte, oder ein Wechsel im Sommer.