Lothar Matthäus legt mit Mertesacker-Kritik nach

Lothar Matthäus wünscht sich von Uli Hoeneß mehr Zurückhaltung und kritisiert, dass der FCB im Sommer den Kader nicht mehr verändert hat.

In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen hat Lothar Matthäus seine Kritik an Per Mertesackers Aussagen über den Druck im Profifußball erneuert. Zuvor sorgte der Rekordnationalspieler mit seinem Unverständnis für viel Aufsehen und erntete selbst Kritik, nachdem er bei einer Halbzeitanalyse des Senders Sky Mertesacker für seine Aussagen kritisiert hatte.

Matthäus äußerte nun sein Unverständnis darüber, warum Mertresacker nicht bereits 2006 an die Öffentlichkeit gegangen sei. "Ich verstehe natürlich, dass jeder mit Druck unterschiedlich umgeht, aber wenn ich 2006 Druck spüre, dann zeige ich Größe, wenn ich das auch 2006 kommuniziere. Nicht erst 2018, wenn die Karriere vorbei ist", erklärte der ehemalige Bayern-Spieler, der ergänzte: "Per Mertesacker hat nach 2006 noch vier oder fünf Verträge im Profifußball unterschrieben. Das ist das, was ich im Nachhinein nicht verstehe."

Matthäus: "Maße mir kein Urteil an"

Allerdings relativierte er diesmal seine Aussagen. "Ich habe ihn nicht angegriffen, ich habe gesagt, dass ich seine Aussagen aus meiner persönlichen Erfahrung nicht nachvollziehen kann. Ich maße mir kein Urteil über seinen Seelenzustand an", so Matthäus. Er konstatierte, dass er nie Druck verspürt habe: "In meiner aktiven Karriere habe ich nur Spaß gehabt am Fußball. Ich war nur glücklich, auf dem Platz zu stehen."

Mertesacker spielte in seiner Laufbahn bisher für die Bundesligisten Hannover 96 und Werder Bremen, ehe es ihn 2011 nach England zum FC Arsenal zog. Insgesamt stand er für diese drei Vereine 533-mal auf dem Platz. Mertesacker hat verkündet, nach dieser Saison seine Karriere zu beenden und im Nachwuchs des FC Arsenal als Chef der Jugendakademie zu arbeiten.