Londoner Gericht weist Meghans Klage gegen Boulevardzeitung in Teilen zurück

Meghan klagt gegen den Verlag von "Mail on Sunday"

Herzogin Meghan hat mit ihrer Klage gegen den Verlag des britischen Boulevardblatts "Mail on Sunday" und seiner Internetausgabe einen herben Rückschlag erlitten. Richter Mark Warby vom Londoner High Court gab am Freitag den Anträgen der Anwälte von Associated Newspapers statt, einen Teil der Vorwürfe nicht zum Hauptverfahren zuzulassen. Die von den Anwälten monierten Vorwürfe sollten gestrichen werden, erklärte er.

In der Klage geht es um einen Brief, den Meghan im August 2018 an ihren Vater Thomas Markle geschrieben hatte und den die "Mail on Sunday" Monate später in Auszügen veröffentlicht hatte. Der 75-Jährige, dessen Beziehung mit seiner Tochter seit ihrer Hochzeit mit Prinz Harry im Mai 2018 zerrüttet ist, hatte den Brief selbst an das Blatt weitergegeben.

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Folgte der Bericht einer Agenda?

Meghan sieht sich in ihrer Privatsphäre verletzt, zudem wirft sie dem Verlag Urheberrechts- und Datenschutzverletzungen vor. Die Reporter beschuldigt sie, den Brief in "unehrlicher und böser Absicht" gekürzt und den Konflikt mit ihrem Vater angefacht zu haben. Der Bericht sei Teil einer "Agenda" gewesen, um Vorurteile gegen sie zu schüren. Der Bericht habe schließlich nur eine Neugierde auf ihr Privatleben befriedigen wollen, den die Zeitungen zuvor selbst geschürt hätten.

Die Anwälte von Associated Neswpapers hatten bei einer Voranhörung vor einer Woche beantragt, die drei letzten Vorwürfe für unzulässig erklären zu lassen. Richter Warby erklärte einen Teil für irrelevant für den Kern des Verfahrens. Andere seien zu ungenau. Allerdings könnten sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut in Betracht gezogen werden, sollten sie bis in "juristisch angemessener Form" vorgebracht werden. Ein Datum für die nächste Anhörung wurde nicht festgesetzt.

Erinnerungen an Diana

Meghans Anwälte erklärten, das Urteil des Richters lasse die "Kernelemente" der Klage unberührt: "Die Rechte der Herzogin wurden verletzt; die rechtlichen Grenzen rund um ihr Privatleben wurden überschritten".

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Prinz Harry wirft der bekanntermaßen aggressiven britischen Boulevardpresse vor, seine Frau Meghan in ähnlicher Weise zu verfolgen wie seine Mutter Diana, die 1997 bei einem Unfall starb. Anfang der vergangenen Woche hatte das Paar verkündet, künftig jeglichen Kontakt mit den britischen Boulevardblättern zu meiden, denen es vorwarf, "verzerrte, falsche und übergriffige" Geschichten zu verbreiten. Das Paar hat sich inzwischen aus der ersten Reihe des britischen Königshauses zurückgezogen und lebt mit Sohn Archie in Kalifornien.

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