London: Stabhochspringer Holzdeppe erlebt WM-Debakel

Raphael Holzdeppe ging bei der WM leer aus

London.  Ein Magen-Darm-Virus hat in den vergangenen Tagen die deutschen Leichtathleten bei der WM in London in leichte Unruhe versetzt. Einige wenige, die Namen wurden von der medizinischen Abteilung nicht verraten, sollen erkrankt sein. Nicht betroffen waren zwei deutsche Weltmeister, die am Dienstagabend mit Medaillenhoffnungen in ihr Finale gingen: Titelverteidigerin Katharina Molitor im Speerwurf und Stabhochspringer Raphael Holzdeppe, Titelträger von 2013 in Moskau sowie WM-Zweiter von 2015 in Peking. Beide verließen das Olympiastadion jedoch mit leeren Händen.

Besonders enttäuschte der 27-jährige Holzdeppe. Er war mit großen Ankündigungen in den Wettbewerb gegangen. "Ich will mir meinen Titel zurückholen", hatte er gesagt. Doch er kam nicht einmal in die Nähe. In derselben Arena, in der er 2012 bei den Olympischen Spielen mit übersprungenen 5,91 Metern die Bronzemedaille gewonnen hatte, scheiterte der Pfälzer nun mit einem "Salto Nullo" an der Einstiegshöhe von 5,50 Metern "Ich wollte mehr zeigen", sagte Holzdeppe. "Mein Instinkt war irgendwie abgeschaltet. Ich bin einfach nur frustriert." Der Wettkampf war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet.

Katharina Molitor aus Leverkusen hatte in der Qualifikation mit 65,37 Metern eine Saisonbestleistung hingelegt. Im Finale landete ihr weitester Wurf jedoch bei nur 63,75 Metern, was Rang sieben bedeutete. Vor zwei Jahren in Peking war ihr mit 67,69 Metern eine Sensation gelungen, doch ein solcher Triumph glückte der 33-Jährigen diesmal...

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