London: Russischer Sturm auf Azovstal-Werk wäre äußerst verlustreich

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LONDON (dpa-AFX) - Bei einem Sturm auf das umzingelte Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Stadt Mariupol hätten die russischen Truppen nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten hohe Verluste zu erwarten. Das teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag in seinem täglichen Geheimdienst-Update mit. Die Entscheidung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, eine Blockade um das Stahlwerk zu errichten, weise auf den Wunsch hin, den ukrainischen Widerstand in Mariupol in Schach zu halten und russische Streitkräfte für den Einsatz in anderen Teilen der östlichen Ukraine verfügbar zu machen, so die Mitteilung weiter.

Mariupol war kurz nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges vor zwei Monaten eingekreist worden. Einzig in dem Azovstal-Werk harren noch mehrere Hundert ukrainische Soldaten aus. Bei ihnen sollen nach ukrainischen Angaben zudem noch etwa 1000 Zivilisten sein.

Unterdessen gehen den Briten zufolge schwerer Beschuss und Kämpfe in der ostukrainischen Donbass-Region weiter. Russland versuche weiterhin, in Richtung auf Siedlungen einschließlich der Städte Lyman und Popasna vorzurücken, so die Mitteilung.

Trotz des neuen Fokus Russlands auf den Osten der Ukraine habe das russische Militär weiterhin mit den Folgen von früher erlittenen Verlusten zu kämpfen, so die Experten. Nicht mehr einsatzfähiges Gerät werde inzwischen nach Russland zur Reparatur gebracht.

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