London erlässt Sanktionen gegen russischen Minister und Gouverneure

LONDON (dpa-AFX) - Wegen ihrer Rollen im Krieg gegen die Ukraine hat Großbritannien Sanktionen gegen 29 russische Gouverneure sowie Justizminister Konstantin Tschuitschenko verhängt. "Wir werden nicht schweigen und zusehen, wie vom Kreml ernannte staatliche Akteure die Menschen in der Ukraine oder die Freiheiten ihres eigenen Volkes unterdrücken", sagte Außenministerin Liz Truss am Dienstag. "Bis die Ukraine gewonnen hat, werden wir weiterhin harte Sanktionen gegen diejenigen verhängen, die versuchen, (Wladimir) Putins illegale Invasion zu legitimieren."

Tschuitschenko und sein Vize Oleg Swiridenko würden dafür bestraft, dass sie ihre eigene Bevölkerung unterdrücken, indem sie gegen freie Rede vorgehen, teilte das Außenministerium in London mit. Die Gouverneure verschiedener Gebiete hätten auf Druck von Präsident Wladimir Putin Geld an die selbst ernannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk in der Ostukraine überwiesen und damit die russische Besatzung vereinfacht. Auch gegen zwei ranghohe Politiker der Separatistengebiete wurden Strafmaßnahmen beschlossen.

Ebenfalls auf die Sanktionsliste setzte die britische Regierung zwei Neffen des russischen Oligarchen Alischer Usmanow, der enge Beziehungen zu Putin haben soll. Die Brüder Sarwar und Sandschar Ismailow besäßen vermutlich Immobilien in Londoner Nobelstadtteilen, hieß es. Sarwar Ismailow war außerdem einst in führender Rolle beim englischen Fußball-Erstligisten FC Everton tätig.

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