LoL: Zieht sich Schalke aus der Königsklasse zurück?

Florian Merz
Plant der FC Schalke 04 in der kommenden Season nicht in der EU LCS anzutreten?

In den kommenden Tagen finden in Berlin die Gruppenspiele für das Mid Season Invitational (MSI) von League of Legends statt. Aus europäischer Sicht vertritt Fnatic die hiesigen Spieler. Aktuell rückt jedoch die League-of-Legends-Abteilung von Schalke 04 in den Mittelpunkt. Gerüchten zufolge plant der Verein in der kommenden Saison in der Topliga EU LCS nicht anzutreten.

Neue Ausrichtung der Liga

Gründe hierfür könnten die komplette Neuausrichtung der Liga und die damit verbundenen Einstiegskosten von 8 (für aktuelle LCS-Teams) bis 10,5 Millionen Euro (bei Neueinstieg) für einen gesicherten Platz in der Superliga sein. Wie in den USA soll es eine neue Franchise-Struktur mit festen Teams pro Season geben. Auf- und Abstiege fallen hierbei weg. 

Der geforderte Buy-In ist eine Hausmarke für eSports-Maßstäbe. Der Verein wird zudem die Youngster Max Meyer und Leon Goretzka ablösefrei am Ende der Saison abgeben müssen, weshalb auch in der Fußballsparte sicherlich nachgerüstet wird. Spannend bleibt, ob dann Geld für die eSports-Lizenz über bleibt.


Auf Nachfrage von SPORT1 hin gab Schalke an, dass sich das Unternehmen derzeit zwar mit dem Thema befasst, aber noch keine Entscheidung gefallen sei. 

In den USA wurde das Franchise-System bereits zu Beginn der gegenwärtigen Season eingeführt. Zu den festen Teams gehören Mannschaften wie 100Thieves, Team Liquid sowie OpTic Gaming, zu dessen Roster auch der deutsche Starspieler Tristan "powerofevil" Schrage gehört. 

Saisonziel verfehlt

Das aktuell letzte Spiel bestritt der FC Schalke 04 im Zuge des Spring Splits, der Frühlingsausgabe der EU LCS, gegen Ligakonkurrent Fnatic Mitte März. Die Gelsenkirchener verpassten knapp den Einzug in die Playoffs, die am Ende von Fnatic 3:0 gegen G2 Esports gewonnen wurden. 

Sollte sich Schalke tatsächlich gegen eine Beteiligung entscheiden, könnte sich Riot Games laut Sport Bild an die englischen Premiere-League-Clubs Arsenal, Crystal Palace und Swansea City wenden. Bei diesen dürfte auch aufgrund der TV-Gelder und Investorenstuktur ein größerer finanzieller Spielraum existieren. 

Für S04 selber wäre dann die Academy League (Nachwuchs-Liga, wie es sie für die amerikanische LoL-Königsklasse gibt) als Unterbau der EU LCS eine Option.