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Lokführer: So sieht der Arbeitsalltag aus – und mit diesem Gehalt könnt ihr rechnen

Als Lokführer müsst ihr pünktlich sein, aufmerksam – und ein schnelles Reaktionsvermögen haben. - Copyright: picture alliance/dpa | Jonas Walzberg
Als Lokführer müsst ihr pünktlich sein, aufmerksam – und ein schnelles Reaktionsvermögen haben. - Copyright: picture alliance/dpa | Jonas Walzberg

Ein schrilles Pfeifen, die Türen schließen sich und der nächste Halt liegt Hunderte Kilometer entfernt: Der Beruf des Lokführers ist vielseitig und kann euch in die weitesten Ecken des Landes bringen. Folgend wollen wir euch das Profil genauer vorstellen. Wir zeigen euch, wie der Job eines Lokführers aussieht, wie der Zugang zum Job geregelt ist und was ihr in dem Beruf verdienen könnt.

Als Lok- oder Treibfahrzeugführer fahrt ihr nicht nur Züge. Ihr verantwortet genauso die reibungslose Inbetriebnahme des Zugs, seid Ansprechpartner des Bordteams oder agiert in Notsituationen als rettende Hilfe für alle Passagiere. Lokführerinnen und -führer befördern sowohl Passagiere als auch Transportgüter. Um all diese Pflichten gut zu erfüllen, erfordert der Beruf vor allem eines: Pünktlichkeit. Ohne diese kommt es zu Verspätungen im Betriebsablauf und Überstunden für Kolleginnen und Kollegen. Zudem braucht es Umsicht, Aufmerksamkeit – und in Gefahrensituationen eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit.

Lokführer: Attraktive Ausbildung in jedem Alter

Lokführerin oder Lokführer werdet ihr durch eine duale Ausbildung. Sowohl die Deutsche Bahn als auch kommunale Verkehrsgesellschaften und Privatunternehmen bieten die dreijährige Ausbildung an. Eine rechtliche Einstiegshürde gibt es nicht, empfohlen wird allerdings ein mittlerer Schulabschluss. Das zeigen auch die Zahlen: Laut Bundesagentur für Arbeit hatten 87 Prozent aller Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger im vergangenen Jahr mindestens einen mittleren Schulabschluss. Aber auch Umschulungen werden mittlerweile breit gefördert, um die Berufswahl zusätzlich für ältere Fachkräfte attraktiver zu machen.

Im Rahmen eurer Ausbildung erhaltet ihr durchschnittlich zwischen 1000 und 1200 Euro pro Monat. Das liegt im branchenübergreifenden Durchschnitt. Nach eurer Ausbildung könnt ihr ein Gehalt von knapp 3000 Euro pro Monat erwarten. Laut des aktuellen Konzern-Rahmentarifvertrags für das Zugpersonal vom Oktober 2022 liegt das tarifliche Mindesteinstiegsgehalt bei 2894 Euro. Mit zunehmender Erfahrung und Leistung könnt ihr in der Gehaltstabelle auf bis zu 3909 Euro aufsteigen. Das Mediangehalt liegt mit 3648 Euro über dem Durchschnitt der ausbildungsorientierten Berufe in Deutschland und bewegt sich dabei zwischen 3311 und 4053 Euro.

Männer verdienen dabei mit im Median 3664 Euro deutlich besser als Frauen mit 3392 Euro. Im bundesweiten Vergleich unterscheiden sich die Gehälter dem Entgeltatlas der Arbeitsagentur zufolge ebenfalls leicht. Die Gehaltsspanne reicht hier von 3521 Euro in der Hauptstadt Berlin bis hin zu 3890 Euro in Sachsen-Anhalt. Für das Saarland lagen der Statistik zufolge keine Daten vor.

Verantwortung, Abwechslung und ein attraktives Gehalt: Als Lokführer bewegt ihr euch in einer krisensicheren Branche mit expandierender Zukunft. Wenn die emissionsarme Verkehrswende glücken soll, ist ein breiterer Umstieg auf die Schiene nahezu unerlässlich.

mrg