Lok verbietet E-Jugend Einlauf mit RB Leipzig

Die E-Jugend von Lok Leipzig gewann kürzlich die Chance, mit den Bundesliga-Profis von RB Leipzig einzulaufen. Der Klub lehnte das aber ab und zog sich damit den Ärger einiger Eltern zu.

Die Fans von Lok und RB Leipzig sind verfeindet

Rivalität im Sport äußert sich besonders zwischen zwei lokalen Klubs enorm verschieden. Im Fall Lok Leipzig und RB Leipzig bestehen tiefe Gräben zwischen beiden Lagern. Das machte der aktuelle Fall der Lok-E-Jugend deutlich, über den die Leipziger Volkszeitung berichtet.

Die U13 gewann den Stadtpokal und sicherte sich dadurch die Gelegenheit, mit den Profis von Lokalrivale RB ins Stadion einzulaufen. Lok Leipzig, derzeit mit seinen Herren in der vierten Liga vertreten, lehnte diesen Preis ab.

“Sind ein stolzer Verein”

“Wir sind ein stolzer Verein, der nicht jedes Geschenk annimmt, was einem offeriert wird”, erklärte Präsident Thomas Löwe die Entscheidung in der Bild. Für ihn steht fest: “Bei uns sind 2500 Mitglieder die Bosse, so dass wir die Pflicht haben, deren Willen umzusetzen. Und das schließt jegliche Kooperation mit RB Leipzig aus. Wir müssen die Philosophie des eigenen Vereins im Auge behalten.”

Der Klub investierte als Ausgleich eine Menge Geld, um den Kindern die Gelegenheit zu bieten, das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen zu sehen. Trotz dieser Entschädigung sind mehrere Eltern verärgert.


Herren-Trainer von Entscheidung verwirrt

Ein Vater formuliert: “Schade, dass die Kinder nicht mal gefragt wurden. Ich frage mich, ob es zielführend ist, wenn man 500 Kilometer fährt – und dabei die Bundesliga vor der Haustür hat. Da hätte ich mir mehr Toleranz erhofft.”

Auch vereinsintern sorgt die Entscheidung der Verantwortlichen für Kopfschütteln. Heiko Scholz, Cheftrainer der ersten Herrenmannschaft, zeigt kein Verständnis dafür, dass der klamme Klub einen Preis ablehnt und die Kader dafür nach Gladbach schickt.