Lob für Rekord-Lewandowski

Robert Lewandowski erzielte beim Sieg Polens in Armenien drei Tore

Am Ende seiner historischen Gala mit gleich zwei Rekorden gab es Lob von allen Seiten für Robert Lewandowski. "Er hat Geschichte geschrieben, und wir können nur froh sein, dass er bei uns ist", sagte Polens Fußball-Nationaltrainer Adam Nawalka über den nun erfolgreichsten Torschützen des Landes: "Robert war wie immer absolut fantastisch."

Beim 6:1 (3:1) in Armenien hatte der Stürmerstar des FC Bayern München in seinem 90. Länderspiel die Tore 48 bis 50 (18., 25., 64.) erzielt und damit die bisherige Bestmarke von Wlodzimierz Lubanski (48 Tore) überflügelt. Allein 15 Treffer hat Lewandowski in der noch laufenden WM-Qualifikation markiert. Auch das ist - selbstverständlich - ein Rekord.

Der portugiesische Weltfußballer Cristiano Ronaldo steht derzeit bei 14 Treffern, ebenso viele hatte Predrag Mijatovic in der WM-Qualifikation 1998 für Jugoslawien erzielt.

Nach Lewandowskis neuerlicher Gala haben die Polen ihr Ticket für die Endrunde in Russland im kommenden Jahr fast sicher - am Sonntag (ab 18.00 Uhr im LIVETICKER) will das Team in Warschau gegen Montenegro die Qualifikation perfekt machen. Und möglicherweise wird es auch dann wieder auf Lewandowski ankommen.

Lewandowski bleibt bescheiden

Der Mann der Stunde blieb trotz des Trubels um seine Person ganz bescheiden. Es sei ein "seltsames Gefühl", sagte der 29-Jährige: "Ich realisiere es erst ganz langsam. Meine Frau hat mir als erstes gratuliert, sie ist sehr glücklich. Wichtiger als der Torrekord ist die Qualifikation für Russland. Ohne meine Teamkollegen wäre das gar nicht möglich gewesen. Ich musste teilweise nur den Fuß hinhalten, so perfekt kamen die Pässe."


Später postete Lewandowski bei Facebook ein Foto aus der Kabine, das ihn gemeinsam mit seinen Teamkollegen zeigte. Die Message dahinter war klar: Hier spielt und trifft nicht nur Robert Lewandowski allein. Vielmehr ist der Erfolg das Resultat einer starken polnischen Mannschaft.

Die gute Teamleistung betonte zwar auch Trainer Nawalka, er hob seinen Rekordschützen Lewandowski dennoch vom Rest ab. "Ich glaube, dass Robert noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung ist", sagte er: "Das Beste liegt noch vor ihm."

Auch der entthronte Rekordschütze Lubanski sah Lewandowski als würdigen Nachfolger. "Ich wusste, dass dieser Tag kommen würde", meinte er: "Es ist keine Überraschung für mich, ich habe erwartet, dass Robert meinen Rekord knacken wird, und ich gratuliere ihm."