Lkw-Fahrer in Frankreich protestieren mit Blockaden gegen Arbeitsmarktreform

Protest gegen Arbeitsmarktreform

Mit Blockaden haben Lkw-Fahrer in Frankreich gegen die Arbeitsmarktreform von Staatschef Emmanuel Macron protestiert. Die Lastwagenfahrer versperrten am Montag in verschiedenen Landesteilen vorübergehend Straßen, Autobahnen und die Zufahrten zu Treibstoffdepots; teils wurden Reifen in Brand gesetzt. Die Gewerkschaften sprachen von mehr als 40 Blockaden im ganzen Land. Die meisten davon wurden aber rasch wieder aufgehoben.

Das Verkehrsministerium in Paris versicherte, dass es keinerlei Probleme bei der Versorgung mit Benzin und Diesel gebe. Blockaden von Treibstoffdepots aus Protest gegen eine Arbeitsmarktreform von Macrons Vorgänger François Hollande hatten im vergangenen Jahr zu Engpässen in zahlreichen Tankstellen geführt.

Regierungssprecher Christophe Castaner sprach am Montag von "echten Sorgen" bei den Lkw-Fahrern. "Wir müssen ihnen Garantien geben." Verkehrsministerin Elisabeth Borne kündigte für Donnerstag ein Treffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften an.

Die Verordnungen zu Macrons Arbeitsmarktreform waren am Wochenende in Kraft getreten. Damit werden unter anderem Kündigungen erleichtert, Abfindungen gedeckelt und Betriebsvereinbarungen gestärkt. Gegen die Reform gingen in den vergangenen Wochen wiederholt zehntausende Menschen auf die Straße.

Gegner der Arbeitsmarktreform wollen die Proteste fortsetzen. Denn in den kommenden Wochen müssen noch eine Reihe von Umsetzungsdekreten beschlossen werden. Auch muss das Parlament die Verordnungen zur Arbeitsmarktreform noch endgültig absegnen.