Liverpool zerlegt Arsenal - Özil bittet um Verzeihung

Liverpools Sadio Mane (r.) lässt sich für sein Tor zum 2:0 feiern

Der FC Liverpool hat das Topspiel in der englischen Premier League gegen den FC Arsenal in beeindruckender Manier gewonnen.

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ließ den Gunners an der heimischen Anfield Road keine Chance und gewann auch in der Höhe verdient mit 4:0 (2:0).


Roberto Firmino (17.), Sadio Mane (40.), Mohamed Salah (57.) und Daniel Sturridge (77.) trafen für die in allen Belangen überlegenen Reds, die sich auf Platz zwei verbesserten. Arsenal ist nach der zweiten Niederlage in Folge nur 16..

"Wir waren physisch stark und wirklich gut organisiert", sagte Klopp, "wir haben Arsenal keinen Raum gegeben, die Jungs haben wirklich hart gearbeitet."

Spekulationen um Mignolet

Einmal mehr beeindruckten die Reds mit ihrer Passgenauigkeit und brandgefährlichen Kontern. Beim entscheidenden dritten Tor eroberte Salah nach einer gegnerischen Ecke den Ball von Hector Bellerin und vollendete nach 80 Metern seinen Alleingang mit einem überlegten Schuss ins Eck.

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Klopp hatte vor dem Spiel überraschend einen Torwartwechsel vorgenommen und Stammkeeper Simon Mignolet mit Loris Karius ersetzt.

"Wir wollten ihm nach vier Spielen in Folge einfach eine Pause geben, das ist alles. Er wollte keine Pause, aber es ist kein Problem. Wir haben gestern gesprochen, und ich fand es sinnvoll, ihm nach der intensiven Phase eine Pause zu geben. Vor allem auch deshalb, weil wir dahinter viel Qualität haben", begründete der Coach den Tausch im Tor.


Die Sun berichtet hingegen, dass Mignolet beim SSC Neapel ein Thema ist. Dort könnte der Belgier Ex-Bayer Pepe Reina ersetzen, der angeblich ein Angebot von Paris Saint-Germain vorliegen hat.

Özil entschuldigt sich bei Instagram

Überraschend kommt der Wechsel auch, weil Mignolet in den kommenden zwei Wochen aller Voraussicht nach ebenfalls nicht im Tor stehen wird. Bei der belgischen Nationalmannschaft ist der 29-Jährige nur die Nummer zwei hinter Chelseas Thibaut Courtois.

Karius hatte gegen die Gunners kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen und verlebte einen ruhigen Nachmittag. Wie schon in der vergangenen Woche blieb Mesut Özil blass und sah sich erneut Kritik ausgesetzt. Jetzt meldete sich der Weltmeister via Instagram zu Wort.

"Normalerweise äußere ich mich nicht nach solch frustrierenden Tagen wie heute nicht in den sozialen Medien. Aber ich will das Match vor der Länderspielpause nicht unkommentiert lassen", schrieb Özil in einem Post.


"Es tut mir leid, vor allem für die Fans, die den weiten Weg nach Liverpool auf sich genommen haben, um uns kämpfen zu sehen. Wir werden alles tun, um im nächsten Spiel verbessert aufzutreten", schrieb er weiter. 

Sein Trainer verurteilte das Auftreten der Gunners als "absolut desaströs" und "inakzeptabel". "Von der ersten Minute an waren wir nicht auf dem Level, das für ein solches Spiel notwendig ist." 

Sanchez vergießt bittere Tränen

Auch Alexis Sanchez konnte bei seinem Saisondebüt keine großen Akzente setzen. Nach seiner Auswechslung in der 62. Minute vergoss Sanchez auf der Ersatzbank sogar Tränen. Da sich weiter Gerüchte um einen Wechsel zu Manchester City halten, könnte der Chilene sein letztes Spiel für Arsenal absolviert haben.


Per Mertesacker stand nicht im Kader, Shkodran Mustafi saß erneut nur auf der Bank beim Team von Trainer Arsene Wenger.

Auf der Gegenseite bestätigte einmal mehr Emre Can seine herausragende Form und war einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz. Schon im Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen die TSG Hoffenheim (4:2) war der Nationalspieler mit zwei Toren der entscheidende Mann gewesen.