Stöger nach Schmadtke-Aus: "Wird nicht leichter"

Unruhige Zeiten für Trainer Peter Stöger und seinen 1.FC Köln

Nur zwei Punkte und drei Tore aus neun Spielen, abgeschlagener Tabellenletzter und zuletzt eine schwache Nullnummer im Kellerduell gegen Bremen - und am Montag dann die einvernehmliche Trennung von Jörg Schmadtke. Beim Bundesligisten 1.FC Köln brennt der Baum!

Vor dem DFB-Pokal-Spiel in Berlin bei Hertha BSC (Mi., ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) hat sich Trainer Peter Stöger zu dem überraschenden Aus von Kölns Geschäftsführer und der Lage beim FC geäußert.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

+++ Das war's +++

Stöger verabschiedet sich.

+++ "Bin nicht enttäuscht von Jörg" +++

"Ich bin nicht enttäuscht von ihm. Ich respektiere seine Entscheidung und die Entscheidung des Vereins. Mehr gibt es nicht zu sagen."

+++ Noch kein Gespräch zwischen Stöger und Schmadtke +++

"Ich kenne die Beweggründe nicht. Ich könnte auch spekulieren, das ist aber nicht meine Stärke. Ich war bei dem Gespräch zwischen Jörg und dem Verein nicht dabei. Und ich kam anschließend auch noch nicht dazu, mit ihm zu sprechen."

+++ "Es wird nicht einfacher" +++

Wie werden die Kölner die kommende Transferperiode ohne den Manager angehen? "Es wird nicht einfacher. Wir müssen die möglicherweise interessanten Spieler sichten und schauen, ob und wie wir uns verstärken."

+++ "Entscheidende Situation" +++

"Uns ist bewusst, dass wir uns in einer schwierigen, in einer entscheidenden Situation befinden, die wir im Idealfall positiv gestalten sollte."

+++ Stöger wirft nicht das Handtuch +++

"Noch einmal: Ich werde den Klub nicht verlassen - es sei denn, der Klub kommt auf mich zu und hat eine bessere Lösung."

+++ "Mehr Diskussionen, wenn es schlecht läuft" +++

"Wir hatten immer viele Gespräche. Vielleicht auch mehr Diskussionen, wenn es mal schlecht läuft, aber das ist normal und auch in Ordnung. Wir haben vieles richtig gemacht. Jetzt ist die Situation aber nicht so schön."

+++ "Stellen uns der Situation" +++

"Wir stellen uns der Situation. Im Pokal gibt es nur zwei Möglichkeiten: Weiterkommen oder rausfliegen."

+++ "Hatten ein sehr enges Verhältnis" +++

"Ich war genauso überrascht wie alle anderen. Ich habe noch kein Gespräch mit ihm gehabt. Ich respektiere Jörgs Entscheidung und die des Klubs. Wir hatten ein sehr enges, sehr gutes und von Vertrauen geprägtes Verhältnis." Von einem Zerwürfnis will der Coach also nichts wissen.

+++ Los geht's +++

Stöger ist da.

+++ Stöger-PK beginnt um 13 Uhr +++

In wenigen Minuten steht der Trainer Rede und Antwort.

+++ Spinner fordert Punkte +++

"Es geht darum, die Bundesliga zu sichern und Punkte zu sammeln, um aus dieser problematischen Situation herauszukommen."

+++ Wer wird Nachfolger? +++

Spinner: "Unsere Aufgabe ist es jetzt, mit Sorgfalt einen Nachfolger auf dieser Position zu suchen. Wir werden das unmittelbar in Angriff nehmen, weil wir natürlich nicht darauf vorbereitet waren."

"In der Zwischenzeit steht natürlich die Wintertransferperiode an. Das wird von unserem jetzigen Sportdirektor Dr. Jörg Jakobs wird in enger Zusammenarbeit mit Peter Stöger und unserem Scoutingteam drurch."

+++ Entscheidung ging von Schmadtke aus +++

Vor der Stöger-PK stellte sich FC-Präsident Jörg Spinner der Presse und betonte, Schmadtke habe selbst die Entscheidung für seinen Rücktritt getroffen.

"Er hat signalisiert, dass er bereit wäre, einen Impuls zu geben, um damit möglicherweise beim FC noch etwas zu bewegen. Im Laufe des Gesprächs hat sich dann gezeigt, dass eine Vertragsauflösung die beste Lösung für diese Situation ist", beschrieb Spinner den Austausch. "Wir haben diese Vertragsauflösung dann auch umgesetzt."

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+++ "Zwischen uns war alles wie immer" +++

Stöger hat ein angebliches Zerwürfnis mt Schmadtke bestritten.

"Die Gerüchte, dass es seit Sommer zwischen Jörg und mir nicht gestimmt haben soll, stimmen nicht. Zwischen uns war alles wie immer", sagte der Trainer des 1. FC Köln nach der Trennung vom Geschäftsführer bei SPORT1.

"Ich bin schon traurig über diese neue Entwicklung."

Der Österreicher und Schmadtke, dessen Vertrag ursprünglich bis 2023 datiert war, hatten seit 2013 die sportlichen Geschicke in Köln geleitet und galten lange als Traumduo. 

"Jörg und ich waren ein sehr gutes Team. Wir haben über alles intensiv gesprochen und haben immer eng zusammen gearbeitet", bekräftigte Stöger. 

Das Aus von Schmadtke beim Bundesliga-Schlusslicht traf auch Stöger völlig unerwartet: "Ich war total überrascht. Ich akzeptiere die Entscheidung von ihm, aber damit hat bei uns keiner gerechnet."