LIVE: HSV-Bosse sprechen Hollerbach Vertrauen aus

Heribert Bruchhagen und Jens Todt mussten beim HSV gehen

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+++ Spieltags-PK um 13 Uhr +++

Schon um 13 Uhr steht beim HSV die nächste Presserunde an. Eigentlich sollte es um das Bundesliga-Spiel der Hamburger am Samstag beim FC Bayern München gehen.

Allerdings wird sich Trainer Bernd Hollerbach, dem Interims-Vorstand Frank Wettstein vorerst das Vertrauen aussprach, wohl hauptsächlich Fragen zur Umstrukturierung im Verein stellen müssen.

+++ Kein Austausch mit Kühne +++

HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne war über die personellen Entscheidungen nicht vorab informiert worden, sagt Vorstand Wettstein: "Über die letzte Entscheidung gab es von mir zuvor keinen Austausch mit Herrn Kühne."

+++ Wettstein versprüht Zuversicht +++

"Wir laufen keine Gefahr, dass der HSV auseinanderfliegt", beteuert Wettstein.

+++ Todt nicht überrascht +++

Interims-Boss Wettstein verrät Details über die Trennung von Jens Todt: "Ich habe Jens Todt telefonisch erreicht. Er war gefasst, hat seine Hilfe weiter angeboten. Er schien mir von der Entscheidung nicht überrascht zu sein." Bei der Suche nach einem Nachfolger für Todt habe sich der HSV kein Zeitlimit gesetzt.

+++ Vertrauen für Hollerbach +++

Wettstein hält Bernd Hollerbach immer noch für den richtigen Mann auf der Trainerbank: "Stand heute halte ich einen Trainerwechsel für nicht möglich."

+++ Wettstein will keine Dauerlösung sein +++

"Ich trage in dieser Phase die alleinige Verantwortung als Vorstand. Ich hege auf Dauer aber keinen Anspruch auf das Amt", erklärte Interims-Boss Frank Wettstein.

+++ Trennung im Guten +++

"Es war ein sehr vernünftiges Gespräch, das wir mit Herrn Bruchhagen geführt werden. Es wird von keiner Seite ein Foulspiel geben", verrät Hoffmann. Am Donnerstagvormittag wurde dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden die Entscheidung des Aufsichtsrats offenbart.

+++ Neue Strukturen +++

Hoffmann stellt klar, dass der neue Sportchef - anders als Jens Todt - auch dem Vorstand angehören soll. Die Mannschaft wurde über die personelle Neuausrichtung in der Führungsetage bereits informiert.

+++ Geduld bei Nachfolger-Suche für Bruchhagen +++

"Wir werden nicht den Fehler der letzten Jahre machen, sofort eine neue Lösung auf einer Position zu präsentieren", kündigt der neue HSV-Aufsichtsratvorsitzende an.

+++ "Wettbewerbsfähiger Kader" +++

"Wir werden am Ende für die neue Saison einen wettbewerbsfähigen Kader haben", zerstreut Hoffmann sportliche Bedenken. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass viele Leistungsträger den HSV im Fall eines Abstiegs verlassen dürften.

+++ Hoffmann: "Neuer Impuls" +++

"Es war das Resultat von vielen Gesprächen im Aufsichtsrat, einen ersten Impuls zu setzen und Herrn Bruchhagen freizustellen. Wir brauchen so schnell wie möglich einen Neustart", sagt Hoffmann der Journalistenschar. Und weiter: "Es wurde einstimmig im Aufsichtsrat beschlossen, dass ich den Vorsitz ab jetzt inne habe."

+++ Großer Medienandrang bei PK +++

Zahlreiche Journalisten sind zur kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im HSV-Stadion erschienen. Bernd Hoffmann wird gleich Rede und Antwort stehen und die Umstrukturierung in der Führungsetage erklären.


+++ PK um 11 Uhr +++

Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz will das neue Führungs-Duo Bernd Hoffmann und Frank Wettstein Stellung zu den personellen Änderungen im HSV-Vorstand beziehen.

Im Fokus steht für den neuen "starken Mann" Hoffmann nun wohl die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden.

"Wir erstellen ein konkretes Anforderungsprofil und starten einen geordneten Prozess, mit dem wir den besten Kandidaten für den HSV finden wollen. Wir müssen mit den Erfahrungen der Vergangenheit und mit dem Blick auf die Zukunft unseres Clubs dahin kommen, dass wir nicht die schnellste oder namhafteste Lösung präsentieren, sondern die richtige", kommentierte Hoffmann.

+++ Hoffmann kündigt Neuausrichtung an +++

"Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung", erklärt Hoffmann, der am 18. Februar zum Präsidenten gekürt worden war.

Bruchhagen dankt er für dessen Engagement in vielen schwierigen Phasen: "Heribert Bruchhagen hat sich stets schützend vor unseren Klub gestellt. Ihm war und ist sehr daran gelegen, dass der HSV die aktuelle sportliche Talsohle überwindet."

Unmittelbar nach der Freistellung des Vorstandsvorsitzenden folgt die Trennung von Direktor Profifußball Jens Todt. Damit war seit Hoffmanns Wahl gerechnet worden.

"Wir wollen uns für die Zukunft neu aufstellen", so Wettstein.

+++ Krisensitzung am Mittwochabend +++

Die Entscheidung, sich von Bruchhagen und Todt zu trennen, fiel bei einer Aufsichtsratsitzung am Mittwochabend, bei der Hoffmann entgegen erster Ankündigungen nach seiner Wahl zum HSV-Präsidenten an die Aufsichtsratsspitze gerückt war.

Zuvor hatte der bisherige Vorsitzende Frank Krall sein Amt zur Verfügung gestellt.

+++ Bruchhagen und Todt müssen gehen +++

Der Hamburger SV reagiert auf die sportliche Talfahrt und stellt Vorstandsboss Heribert Bruchhagen frei. Auch Sportchef Jens Todt muss gehen.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Hoffmann teilte Bruchhagen die Entscheidung am Donnerstagmorgen in einem persönlichen Gespräch mit.

Alleiniger Vorstand beim Tabellen-17. ist nun Finanzboss Frank Wettstein.