Litauens Regierungschefin: Keine Lockdown-Lockerungen über Ostern

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VILNIUS (dpa-AFX) - Im katholisch geprägten Litauen muss sich die Bevölkerung auf einen Lockdown und Einschränkungen über Ostern wegen der Corona-Pandemie einstellen. "Wir sehen leider keine Grundlage, um bald über zusätzliche Lockerungen zu sprechen", sagte Regierungschefin Ingrida Simonyte am Mittwoch in Vilnius. "Wir werden nach Ostern über Diskussionen zu diesen Themen sprechen können und nur unter der Bedingung, dass sich die epidemiologische Situation in dieser Zeit zumindest stabilisiert".

Nach Angaben von Simonyte verschlechtere sich gegenwärtig die Corona-Lage besonders in der Region um die Hauptstadt Vilnius und der Stadt Marijampole im Südwesten des baltischen EU-Landes. Die Regierung werde deshalb in dieser Woche über eine mögliche strengere Beschränkungen entscheiden, sagte sie. Das Erzbistum Vilnius ging schon einen Schritt weiter und setzte Gottesdienste mit Besuchern bis Ostermontag aus.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern hatte angesichts stark steigender Corona-Zahlen Ende vergangenen Jahres einen Lockdown mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt. Die Lage hat sich dadurch etwas entspannt. Seit Mitte Februar beschloss die Regierung in Vilnius daher schrittweise vorsichtige Lockerungen der bislang noch bis 31. März geltenden Restriktionen. Zuletzt hat die Zahl an Neuinfektionen aber wieder zugenommen.

In Litauen wurden seit Beginn der Pandemie mehr 211 000 Corona-Fälle registriert, über 3500 Infizierte starben.