Litauen nimmt Gespräche über den Kauf von deutschen Radpanzern auf

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VILNIUS (dpa-AFX) - Litauen plant den Kauf weiterer Transport-Radpanzer vom Typ "Boxer" aus Deutschland. Eine Delegation unter der Leitung von Vize-Verteidigungsminister Vilius Semeska nahm dazu am Dienstag in München erste Gespräche mit dem Hersteller Artec sowie den Rüstungsfirmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall <DE0007030009> auf. Auch Vertreter der europäischen Beschaffungsagentur Occar nahmen nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums an dem Treffen teil.

Litauen hatte 2016 im größten Rüstungsgeschäft seiner Geschichte insgesamt 88 "Boxer" erworben. Nun soll die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes mit mehr als 120 weiteren Radpanzern aufgerüstet werden, wie es in der Mitteilung hieß. Ein Vertrag über die Lieferung könnte demnach noch in diesem Sommer unterzeichnet werden.

Litauen hatte unter dem Eindruck des russischen Kriegs gegen die Ukraine beschlossen, seine Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen. In diesem Jahr wird der um seine Sicherheit besorgte Baltenstaat seinen Militäretat auf 2,52 Prozent anheben, in den nächsten Jahren ist eine weitere Steigerung bis auf drei Prozent geplant.

Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und Russlands Verbündeten Belarus. Die Regierung in Vilnius hatte bereits nach der Annexion der Krim durch den militärisch übermächtigen Nachbarn damit begonnen, die litauische Armee aufzurüsten. Die Nato-Verbündeten Deutschland und USA gelten dabei als Schlüsselpartner.

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