Linkin Park spielt Abschiedskonzert für Chester Bennington

Linkin Park spielt Abschiedskonzert für Chester Bennington

Im Juli nahm sich "Linkin Park"-Frontmann Chester Bennington das Leben. Er war depressiv. Fans, Familie, Freunde und auch die Bandmitglieder waren schockiert und traurig. Jetzt, einige Monate nach seinem Tod, entschieden sich Mike Shinoda, Brad Delson, Joe Hahn, Rob Bourdon und Dave Farrell dazu, sich ehrenvoll von ihrem Sänger zu verabschieden und spielten ein Konzert vor 17.000 Fans in Los Angeles.

"Celebrate Life" hieß das Event, das vor knapp einer Woche in der Hollywood Bowl stattfand. Über drei Stunden lang performten Linkin Park, um nicht nur an Chester Bennington zu erinnern, sondern auch, um eine wichtige Botschaft zu vermitteln: Mentale Gesundheit ist wichtig und Depressionen eine Erkrankung, die ernstgenommen werden sollte.

"Das hier zu tun, ist die schwerste Entscheidung unseres Lebens. Ich habe dafür keine Worte. Und ihr alle seid der Grund, warum wir heute hier stehen", richtete Mike Shinoda zu Beginn des Konzerts das Wort an die Zuschauer. Wie stark er mit seinen Gefühlen zu kämpfen hatte, wurde den ganzen Abend hinweg deutlich. Immer wieder kamen ihm die Tränen, und doch wollte der "Linkin Park"-Rapper, dass die Massen mit ihm feiern – weil es sich Chester Bennington so gewünscht hätte.

Neben Linkin Park selbst standen noch mehr als 30 weitere Musikerkollegen in Los Angeles auf der Bühne, um das Abschiedskonzert zu etwas Unvergesslichem zu machen. Darunter: Jonathan Davis von Korn, Alanis Morissette und M. Shadows, die allesamt mit Liedern von Linkin Park dem verstorbenen Chester Bennington gedachten.

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Für einen Gänsehautmoment sorgte Mike Shinoda in der Mitte des Konzerts. Er berichtete von seinen Emotionen, die er hatte, als er von dem Tod seines Freundes erfuhr und sang im Anschluss einen Song, den er dazu geschrieben hatte. "Unsere eigenen Songs konnte ich sehr lange nicht hören. Aber acht Tage nach dem Tod habe ich ein eigenes Stück geschrieben. Das Lied würde ich gerne für euch spielen. Ich weiß nicht, was damit passiert. Vielleicht ist es nur für heute Nacht", sagte er und verwandelte die Halle in einen andächtigen Ort.

Zum Schluss betrat die Witwe von Chester Bennington, Talina Bennington, die Bühne, um sich liebevoll an ihren Ehemann zu erinnern. Sie betonte, eine Organisation gegründet zu haben, die sich für die Unterstützung seelisch Kranker einsetzt. "Es ist an der Zeit, dass wir mentale Gesundheit ernst nehmen wie die körperliche", erklärte sie und schloss den emotionalen Abend mit den Worten: "Fuck depression!"

Das komplette Konzert: