Linke: Ostdeutsche arbeiten länger und verdienen weniger

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Ostdeutsche arbeiten nach einer neuen Statistik im Schnitt länger als Westdeutsche, verdienen aber immer noch weniger Geld. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann sagte der Deutschen Presse-Agentur, in den neuen Ländern (ohne Berlin) leisteten Arbeitnehmer im vergangenen Jahr durchschnittlich 74 Arbeitsstunden mehr, bekamen dafür aber 18,7 Prozent oder 6392 Euro weniger.

Zimmermann, die sich auf Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder berief, erläuterte weiter: Kamen im Osten im vergangenen Jahr durchschnittlich 1360 Arbeitsstunden auf einen Arbeitnehmer, waren es in den alten Ländern (ohne Berlin) 1286. Dabei betrug der Bruttolohn im Osten je Arbeitnehmer im Schnitt 27 784 Euro, im Westen 34 176 Euro.

Nach der Statistik, die der dpa vorlag, bekamen Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern mit im Schnitt 26 692 Euro am wenigsten. In Hamburg gab es den mit Abstand höchsten durchschnittlichen Lohn mit 39 678 Euro, gefolgt von Hessen (36 896 Euro), Baden-Württemberg (35 876 Euro) und Bayern (35 284 Euro). Brandenburg, das mit 28 118 Euro an der Spitze der Ostländer lag, rangierte noch hinter Niedersachsen, das mit 29 422 Euro Schlusslicht der Westländer war.