Linke-Fraktionschef Gebhardt fordert harten Lockdown in Sachsen

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DRESDEN (dpa-AFX) - Der Fraktionschef der Linken im sächsischen Landtag, Rico Gebhardt, fordert einen sofortigen, harten Lockdown. "Die von der Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen werden die vierte Welle nicht brechen und einen Kollaps der Krankenhäuser nicht verhindern", sagte Rico Gebhardt am Sonntag. Kontaktbeschränkungen nur im Freizeitbereich würden nicht reichen.

Das öffentliche und wirtschaftliche Leben müsse für alle nicht lebenswichtigen Bereiche für mindestens zwei Wochen zum Stillstand kommen. Erst danach könne es Lockerungen für Geimpfte und Genesene geben. Für Ungeimpfte solle es bei Kontaktbeschränkungen bleiben.

"Es darf nicht sein, dass Menschen, die geimpft sind und sich an die Regeln gehalten haben, bestraft werden", sagte Gebhardt. Für alle wirtschaftlichen Ausfälle müsse die Staatsregierung zudem einen finanziellen Ausgleich sicherstellen.

Sachsen schränkt angesichts rasant steigender Corona-Zahlen von Montag an weite Teile des öffentlichen Lebens ein. Außer Bibliotheken schließen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken. Das gleiche gilt für Weihnachtsmärkte. Die Beherbergung von Touristen ist untersagt. Die Gastronomie darf mit der 2G-Regel (geimpft/genesen) bis 20 Uhr öffnen. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 12. Dezember.

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