Linde: Top-Zahlen von Praxair – Aktie springt an

Maximilian Völkl
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Linde: Sorgen um Fusion – platzt der Praxair-Deal?

Am Donnerstag hat der Industriegasehersteller Praxair Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Der US-Konzern hat die Prognose übertroffen und einen starken Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. Das beflügelt im Vorfeld der milliardenschweren Fusion auch die Linde-Aktie, die den DAX klar anführt.

Praxair-Chef Steve Angel, der künftig auch an der Spitze des Gemeinschaftsunternehmens stehen soll, hat Umsatz und Ergebnis nach einem Rückgang 2016 wieder gesteigert. Sowohl die Erwartungen der Analysten als auch die eigenen, bereits angehobenen Prognosen wurden übertroffen. Die Erlöse kletterten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie um 6,8 Prozent auf 5,85 Dollar zulegte. Unter dem Strich kostete die US-Steuerreform, durch die eine Belastung von knapp 400 Millionen Dollar anfiel, Praxair allerdings Gewinn.

Für das erste Quartal des laufenden Jahres erwartet Angel nun einen Gewinn je Aktie von 1,53 bis 1,58 Dollar. Für die Linde-Fusion sieht er seinen Konzern gut vorbereitet. Das Portfolio sei optimiert worden und gut gerüstet für eine Erholung der Branche. Er freue sich auf den Zusammenschluss, mit der sich die beiden Konzerne in ihrer Stärke ergänzten, so der Manager. Er rechnet mit einer Verschmelzung im zweiten Halbjahr. Lediglich die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

 

Klarer Kauf

Die Linde-Aktie bleibt attraktiv. Durch die Fusion mit dem margenstarken Wettbewerber Praxair wird neues Potenzial freigesetzt. Das Geschäft mit Industriegasen brummt, zudem ist der Konzern im potenziellen Megatrend Wasserstoffmobilität glänzend positioniert. Anleger setzen mit den Umtauschaktien mit der WKN A2E4L7 auf die neue Linde. Der Stoppkurs liegt bei 160 Euro.