Linde: Nächste Hürde übersprungen – jetzt hängt es an den Anlegern

Maximilian Völkl
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Linde: Nächste Hürde übersprungen – jetzt hängt es an den Anlegern

Die Fusion des Industriegasekonzerns Linde mit Praxair schreitet voran. Inzwischen haben die Aktionäre des US-Wettbewerbers dem Zusammenschluss zugestimmt. Beim DAX-Konzern läuft das Umtauschangebot derweil noch. Die Aktie nähert sich wieder dem 52-Wochen-Hoch aus dem Juni bei 179,70 Euro.

Mit dem Ja der Praxair-Aktionäre hat die Fusion eine wichtige Hürde genommen. Die Zustimmungsquote lag bei beeindruckenden 99 Prozent. Als größere Hürde galt allerdings ohnehin das Votum der Linde-Anleger. Doch auch hier tut sich was. 21,84 Prozent des Aktienkapitals haben dem angestrebten Aktientausch – Anleger sollen ihre Linde-Aktien in Anteile der neuen Holding Linde plc umtauschen – bereits zugestimmt. Noch in der vergangenen Woche waren es lediglich knapp sechs Prozent.

Die angestrebte Annahmequote des Umtauschs beträgt 75 Prozent. Linde hat allerdings bereits angekündigt, diese notfalls senken zu wollen. Die Frist für Anleger läuft bis zum 24. Oktober. Da insbesondere große Investoren häufig bis zum Schluss warten, ist die aktuelle Zustimmungsquote noch kein Grund zur Sorge. Sollten die Linde-Aktionäre die Fusion letztlich absegnen, bleibt vor dem Abschluss noch eine weitere Hürde. Zahlreiche Kartellbehörden müssen dem Zusammenschluss zum weltgrößten Industriegasekonzern zustimmen, vor allem in den USA werden sich beide Konzerne von Geschäftsaktivitäten trennen müssen.

Laufen lassen

Die Fusion macht Sinn und dürfte Synergien schaffen. Die Linde-Aktie nähert sich dem Jahreshoch bei 179,50 Euro. Mit dem Ausbruch wäre der Weg nach oben frei. Bis der Deal mit Praxair durch ist, könnte die Seitwärtsbewegung allerdings anhalten. Anleger sollten dem Umtausch zustimmen und bei der neuen Gesellschaft an Bord bleiben. Langfristig bietet das Fusionsunternehmen viel Potenzial.