Linde erreicht genügend Zustimmungen von Anteilseignern für Aktientausch

Der Industriegaskonzern Linde hat eine Hürde bei der geplanten Fusion mit seinem US-Konkurrenten Praxair genommen. Mehr als 74 Prozent der Anteilseigner nahmen das Angebot des Unternehmens an, ihre Anteile umzutauschen - nötig waren 60 Prozent

Der Industriegaskonzern Linde hat eine Hürde bei der geplanten Fusion mit seinem US-Konkurrenten Praxair genommen. Wie Linde am Mittwoch mitteilte, nahmen mehr als 74 Prozent der Anteilseigner das Angebot des Unternehmens an, ihre Anteile an der AG in Anteile an der neu geschaffenen Holding umzutauschen - nötig waren 60 Prozent.

Linde hatte Ende Oktober die Mindestannahmequote von 75 auf 60 Prozent gesenkt und die Frist für den Umtausch um zwei Wochen verlängert. Der Linde-Aufsichtsrat hatte die Fusion mit Praxair im Juni abgesegnet. Das geplante Geschäft hat einen Wert von rund 66 Milliarden Euro. Linde und Praxair wollen sich damit zum weltgrößten Gaskonzern zusammenschließen.

Die Fusion ist umstritten: Gewerkschaften und Angestellte befürchten den Verlust tausender Arbeitsplätze, eine Einschränkung der Mitbestimmung und eine Schwächung von Linde. Der Konzern beschäftigt in Deutschland etwa 8000 Mitarbeiter.

Der Deal bedarf noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Linde und Praxair wollen die Fusion im zweiten Halbjahr 2018 unter Dach und Fach gebracht haben.