Linda Zervakis: Zermürbt vom Nachrichten-Schichtdienst

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Acht Jahre lang präsentierte Linda Zervakis (46) die 'Tagesschau', Ende April verlas sie zum letzten Mal die Nachrichten. Jetzt meldet sie sich mit ihrer neuen Sendung 'Zervakis & Opdenhövel. Live' auf ProSieben zurück.

"Ich wache manchmal immer noch nachts auf"

Bereut hat die Journalistin den Schritt bislang nicht, denn mit dem Abschied vom Nachrichten-Aushängeschild gingen für sie 20 Jahre Schichtdienst zu Ende. Die haben ihre Spuren hinterlassen, wie Linda Zervakis im Gespräch mit dem 'Redaktionsnetzwerk Deutschland' gestand. "(Ich) wache manchmal immer noch nachts auf und denke: 'Oh Gott, müsste ich jetzt beim Morgenmagazin sein?'" Auch tagsüber würde sie sich oft noch so fühlen, als müsse sie noch in den Sender. "Das bekommt man so schnell nicht weg. Ich genieße es, jetzt einen normalen Tagesablauf zu haben und mir auch die Tage vor oder nach anstrengenden Schichten nicht freihalten zu müssen." Was viele vergessen: Eine Nachtschicht bedeutet, dass man den Schlaf tagsüber nachholen muss "und man auch den Abend vorher nichts mehr unternehmen kann".

Linda Zervakis will kein Gewohnheitstier werden

Jetzt hat Linda Zervakis einen normalen Tagesablauf, und das kommt auch ihrer Gesundheit zugute. Sie habe gemerkt, dass ihr Kreislauf rebellierte: "Immer wenn im Fernsehen etwas über Schlaflabore lief, und welchen Einfluss Schichtdienste auf den Körper haben, habe ich weggeschaltet – ich wollte lieber nicht hören, was ich meinem Körper antue." Die 'Tagesschau' schaut die Moderatorin natürlich nach wie vor. Leicht sei ihr der Abschied nicht gefallen, doch sie habe zum rechten Zeitpunkt den Absprung gewagt: "In drei, vier Jahren hätte ich vermutlich nicht mehr den Mut gehabt." Dann sei sie zu sehr Gewohnheitstier geworden, glaubt Linda Zervakis.

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images

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