Ligue 1: Neymar-Transfer: Lyon-Präsident Aulas warnt vor "einer Blase, die platzen könnte"

Mit dem Transfer von Ex-Barcelona-Star Neymar zu Paris Saint-Germain wurden 222 Millionen Euro allein an Ablöse in den Markt gepumpt. Ein Umstand, der bei Olympique Lyons Präsidenten Jean-Michel Aulas große Sorge hervorruft.

"Ich bin keine Anti-PSG-Person, doch mit dem Transfer von Neymar stiegen PSGs Ausgaben auf 700 Millionen Euro an. Sollte der Klub keine Umsätze generieren, um die Ausgaben zu decken, dann werden in der Fußball-Wirtschaft dort bald erste Probleme auftreten", betonte Aulas im Gespräch mit France Football.

Für Aulas hat das Financial Fair Play der UEFA nun seine Grenzen aufgezeigt bekommen: "Ich gratuliere PSG zu seinen Ausgaben, aber ich warne davor, dass die Verantwortlichen eine Blase formen, die jeden Moment platzen könnte. Bei allem Respekt gegenüber dem FFP, aber seit Michel Platini die UEFA verlassen hat, verlor es auch seinen größten Förderer. Sollte die Macht des FFP nicht ausreichen, dann müssen die Länder einschreiten und nachsehen, woher das Geld kommt."

Aulas merkte allerdings auch an, dass der Neymar-Deal für die französische Liga durchaus Vorteile mit sich bringen könnte: "Es könnte der Ligue 1 helfen, neue Partner an Land zu ziehen und möglicherweise die TV-Rechte neu zu vermarkten."

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