Light-Frucht: Spanischer Gemüsehändler entwickelt Diät-Avocado

Fettreduzierte Produkte wie Käse oder Joghurt sind nichts Neues. Eine Light-Frucht ist jedoch ungewöhnlich. (Bild: Screenshot / Isla Bonita)

Sie ist lecker, vielseitig verwendbar – und nun auch noch fettarm: die Avocado. Ein spanisches Unternehmen bringt jetzt eine Light-Version der Frucht auf den Markt.

Die Avocado hat sich in den letzten Jahren zur absoluten Trendfrucht entwickelt: Ob im Salat, im Smoothie oder als Snack zwischendurch – wegen ihres milden Geschmacks und des lang anhaltenden Sättigungswerts hat die Frucht aktuell einige Fans.

Viele ernährungsbewusste Menschen schrecken jedoch aufgrund des verhältnismäßig hohen Fettgehalts vor dem übermäßigen Genuss der Avocado zurück: Je nach Sorte und Anbaugebiet enthalten 100 Gramm der Frucht etwa 20 Gramm Fett. Mit einer Diät ist die Avocado deshalb für viele Menschen nicht vereinbar.

Das spanische Unternehmen Eurobanan hat sich dieses Problems nun angenommen und die „Avocado Light“ entwickelt. Die Hybrid-Frucht, die die Eigenschaften verschiedener Sorten in sich vereint, soll nicht nur schneller reifen und langsamer braun werden als gängige Sorten wie Hass, sondern auch noch 30 Prozent weniger Fett enthalten.

Hass ist die in Europa und Amerika bekannteste Avocado-Sorte. Aufgrund des hohen Fettgehalts verzichten jedoch vor allem Diät-Treibende darauf. (Bild: AP Photo)

„Es ist unsere Verantwortung, auf Früchte zu setzen, die sowohl die Nährwerteigenschaften besitzen, die unsere Kunden und Konsumenten erwarten, als auch die neuen Geschmäcker, die Gastronomie-Fans erleben wollen“, erklärt Marketing-Leiter Ramón Rey gegenüber „Fresh Plaza“.

Das Aroma der Diät-Avocado wird als mild beschrieben, das Fruchtfleisch sei besonders saftig. Durch den geringeren Fettgehalt erhofft sich Eurobanan, dass nun noch mehr Menschen die Avocado in ihren Ernährungsplan aufnehmen werden. Verschiedene unabhängige Labore in Spanien haben den reduzierten Fettwert der Frucht bestätigt. Die spanische Herzstiftung „Fundación Española del Corazón“ hat diesen gar zertifiziert.

Die „Avocado Light“ wird von der Eurobanan-Marke „Isla Bonita“ ab diesem Monat ganzjährig angeboten – jedoch vorerst nur in spanischen Geschäften. Avocado-Liebhaber in Deutschland müssen jedoch nicht verzichten: Wie zahlreiche Mediziner und Ernährungsexperten bestätigen, sind die Fette der Frucht sogar gesund, da es sich um ungesättigte Fettsäuren handelt. Der gemäßigte Verzehr soll den Cholesterinspiegel senken, das enthaltene Vitamin A ist gut für Augen, Haut und Knochen. Das Enzym Lipase hilft ganz nebenbei sogar noch beim Fettabbau.

Ökologen sehen aber auch negative Entwicklungen in dem steigenden Avokado-Verzehr. Denn für den Anbau der Trend-Frucht ist ein extrem hoher Wasserverbrauch nötig. Ein Kilogramm Tomaten kommt im globalen Durchschnitt beispielsweise mit etwa 180 Litern Wasser aus, ein Kilogramm Salat mit etwa 130 Litern. Ein Kilogramm Avocados verbraucht 1.000 Liter.

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