Lifestyle-Lüge? Neuer Ärger für Gwyneth Paltrows Unternehmen Goop

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Die Behauptungen auf Gwyneth Paltrows Website Goop sorgen immer wieder für Belustigung. Eine Verbraucherschutzorganisation kann nun nicht mehr lachen und hat Anwälte eingeschaltet.

Gwyneth Paltrow steht wegen ihres Lifestyle-Unternehmens Goop erneut in der Kritik und könnte nun Ärger mit den Behörden bekommen. Die US-Organisation "Truth in Advertising" (TINA.org), die gegen irreführender Werbung vorgeht, hatte die Website und den dazugehörigen Shop für die Beschreibung von knapp 50 Produkten kritisiert und nun sogar mittels seiner Anwälte die kalifornischen Behörden kontaktiert.

Steine gegen Unfruchtbarkeit, Parfüm als Antibiotikum

TINA.org hatte unter anderem die Behauptungen angeprangert, dass ein bestimmtes Gestein Unfruchtbarkeit behandeln könne, dass das Parfüm der Marke Goop sowohl das Erinnerungsvermögen stärke, als auch ein effektives Antibiotikum sei, und Barfußlaufen diverse Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Arthritis und chronische Schmerzen heilen könne.

Wegen dieser "unbegründeten und deshalb irreführenden Behauptungen in Bezug auf Gesundheit und Krankheitsbehandlung" hatte die Organisation Goop aufgefordert, das "irreführende Marketing zu ändern", doch seien nur geringfügige Änderungen an den Formulierungen vorgenommen worden. Nun fordern sie stattdessen Anwälte, die der Aufsichtsbehörde für Nahrungs- und Arzneimittel in Kalifornien angehören, dazu auf, ihre eigenen Ermittlungen anzustellen.

Goop sieht sich als Vorreiter

Erst im Juli hatte Goop sich in einem offenen Brief mit dem Titel "Eine Nachricht von unseren Ärzten" gegen Vorwürfe dieser Art gewehrt: "Sich zu weigern, langgehegte Annahmen zu hinterfragen, scheint die gefährlichste aller Praktiken zu sein", heißt es darin. Bleibt abzuwarten, ob die Behörden das ebenso sehen.

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