Lienen wünscht sich "neue Offensive im Nachwuchsbereich"

Lienen wünscht sich "neue Offensive im Nachwuchsbereich"

Der langjährige Fußball-Bundesligaspieler und -trainer Ewald Lienen wünscht sich von den Klubs eine "neue Offensive im Nachwuchsbereich". Vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Spanien sagte Lienen, derzeit Technischer Direktor des Zweitligisten FC St. Pauli, im Mercedes-Benz Sportpresse Club: "Wir haben seit 2000 tolle Geschichten gemacht, aber diesen Weg ein wenig verlassen. Es ist längst nicht mehr alles Gold, was glänzt. Wir müssen andere Wege finden, um wettbewerbsfähig zu bleiben."
Obwohl das zuletzt auf Vereinsebene im internationalen Vergleich zu selten der Fall war, begrüßt Lienen die Entscheidung der Profiklubs, an der 50+1-Regel festzuhalten. "Für mich ist es ein gutes Signal", sagte der 64-Jährige: "Aber wir sind immer diskussionsbereit, und wir müssen nachdenken, wie wir unter Beibehaltung dieser Regel trotzdem wach bleiben und uns weiter verbessern."
Lienens Klub St. Pauli hatte auf der DFL-Mitgliederversammlung am Donnerstag den Antrag auf "einen Prozess zur Verbesserung der Rechtssicherheit sowie weitere Überlegungen hinsichtlich geänderter Rahmenbedingungen unter Beibehaltung der 50+1-Regel" gestellt. 18 der 34 anwesenden Vereine stimmten dafür.
"Ich glaube nicht, dass sich an der generellen Stimmungslage in dieser Frage viel verändert hat. Ich wäre überrascht gewesen, wenn plötzlich eine Mehrheit gegen diese Regelung gewesen wäre", sagte Lienen.