Lienen lobt Vertrauen in Stöger

Peter Stöger hat weiter das Vertrauen der Vereinsführung

Der frühere Trainer Ewald Lienen glaubt im Abstiegskampf weiter an den 1. FC Köln und hält das Festhalten an Coach Peter Stöger dabei für die richtige Taktik.

"Wenn ich davon überzeugt bin, dass ich den richtigen Trainer habe, warum soll ich dann in einer Krisensituation die Pferde wechseln?", sagte Lienen im Gespräch mit SPORT1.

Stöger habe durch seine Erfolge in der Vergangenheit seine Qualitäten als Coach unter Beweis gestellt. Es gelte jetzt, gemeinsam die richtigen Entscheidungen zu treffen. "Das ist Krisenmanagement und das ist verantwortungsvoll. Man sagt nicht einfach, ich hole mal einen neuen Trainer, mal sehen, ob es dann klappt. So einfach ist das Leben nicht", sagte Lienen. 

Auch Wenger lobt: "Er ist kompetent"

Vor dem Duell mit dem FC Arsenal in der UEFA Europa League (Highlights ab 23 Uhr im TV auf SPORT1) stärkte auch Arsene Wenger seinem Trainerkollegen den Rücken.

"Er hat sehr gute Arbeit geleistet letztes Jahr, warum nicht auch dieses Jahr? Er ist kompetent", sagte Wenger und riet den Kölnern, weiterhin auf den Österreicher zu setzen: "Ein starker Verein steht auch zu seinem Trainer, wenn es nicht so gut läuft." 


Der ehemalige Kölner Trainer Lienen hofft, dass der Klub auch weiterhin "die Nerven behalten", sagte 63-Jährige, aber: "Irgendwann musst du punkten, um den Turnaround zu schaffen." Lienen kann sich auch vorstellen, dass Stöger sogar im Falle eines Abstiegs in die 2. Bundesliga weiterhin Kölns Trainer sein wird.

"Es hat auch schon viele andere Vereine gegeben, die in dem Fall an ihrem Trainer festgehalten haben, in die zweite Liga gegangen sind und anschließend wieder zurückgekommen sind. Das ist genau das Richtige, wenn ich davon überzeugt bin, dass es genau der richtige Trainer ist. Und das ist Köln der Fall", sagte Lienen. 

Großer Rückhalt bei Fans und Spielern

Der technische Direktor des FC St. Pauli geriet mit dem Zweitligisten in der vergangenen Situation in eine ähnliche Situation. Sein Klub sprach ihm in der Winterpause trotz nur elf Punkten den Tabellenplatz 18 das Vertrauen aus und stellte ihm stattdessen den jetzigen Cheftrainer Olaf Janßen als Assistenten zur Seite. 


Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte Stöger auch nach der unglücklichen Niederlage in Mainz (0:1) den Rücken gestärkt.

"An jedem anderen Ort wäre der Trainer schon gewechselt worden. Aber Peter Stöger hat hier vier Jahre sehr erfolgreich gearbeitet, er hat großen Rückhalt in der Mannschaft und bei den Fans, und wir wären nicht spürbar anders, wenn wir da schon den üblichen Mechanismen gefolgt wären", sagte Wehrle dem Express.