Lieblingsort: „Am Eigelsteintor habe ich gemerkt, dass ich Köln doch schön finde“

Studentin Clara-Johanna Leperski aus Lübeck lernte Köln am Eigelstein lieben.

„Am Eigelsteintor habe ich gemerkt, dass ich Köln doch schön finde“, sagt Clara-Johanna Leperski, während sie durch die mittelalterliche Torburg geht. Vor drei Jahren ist sie für ihr Englischstudium von Lübeck nach Köln gezogen.

Und diese Umstellung fiel ihr nicht gerade leicht: Von der beschaulichen mittelalterlichen Altstadt Lübecks ins große und hektische Köln samt Schildergasse, Zülpicher Platz und Co. Lange vermisste sie eine wirklich schöne und ruhige Ecke in der Stadt.

„Ich bin eines Tages ganz zufällig auf das Tor gestoßen und hab mich gewundert, dass es auch solche Ecken gibt“, erklärt die 23-Jährige. Dabei gefällt ihr vor allem die entspannte Atmosphäre; anders als in den überfüllten Einkaufsvierteln in denen der Fokus vor allem auf Konsum liegt, gehe es im Eigelsteinviertel um das Beisammensein.

Trotzdem kommt Leperski meistens alleine hierher: „Wann immer ich mich ein bisschen verloren fühle, setze ich mich vor das Tor und lese oder schreibe ein bisschen.“

Auch Freunde und Bekannte führt Leperski an die Pforte

So gibt die Eijelsteinspooz – auf Kölsch – ihr einen gewissen Halt. Dabei wirke der Ort inspirierend auf sie: Ob Briefe, Postkarten oder Gedichte, so sind schon viele Dinge entstanden. „Für mich ist der Eigelstein zu einem typischen Kölner Ort geworden“, sagt die Studentin.

Schon seit Ende des 13. Jahrhunderts gehört die Eigelsteinpforte, damals Porta Eigelis, zum Stadtbild. Grund für den Bau war die dritte und letzte mittelalterliche Stadterweiterung, wodurch Köln durch einen sieben Kilometer langen Mauergürtel befestigt wurde – zur damaligen Zeit eine der größten Anlagen in Mitteleuropa.

Die Porta Eigelis war eines von insgesamt zwölf großen Toren. Heute stehen außer ihr nur noch die Hahnentorburg, die Ulrepforte und die Severinstorburg.

Den Namen hat die Pforte übrigens durch die gleichnamige Straße, Teil einer ehemaligen römischen Heerstraße, die durch das Tor verläuft und auch dem Viertel seinen Namen gibt. Hierhin führt Leperski dann auch Freunde und Bekannte, die sie für ein paar Tage in der Stadt besuchen.

„Die Leute sind authentisch und nicht aufgesetzt“

Ansonsten freut sie sich, dass sich eher selten Touristen zum Eigelstein verirren und er so ein Geheimtipp bleibt. Aufgewachsen mit dem Holstentor, erinnert sie der Ort auch an ihre Kindheit: „Für mich ist der Eigelstein zu einem Stück Heimat geworden.“

Für die Studentin machen auch die Menschen, die sie hier trifft ihr Paradies aus: „Die Leute sind authentisch und nicht aufgesetzt.“ Weiterer Pluspunkt: Die großen Bäume, die im Sommer wunderbar Schatten spenden. Mit diesem kleinen Stück Heimat fühlt sich Clara-Johanna Leperski nun endlich in der neuen Großstadt wohl, und genießt die warmen Sommertage in ihrem Paradies....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta